Park­plät­ze und Sau­ber­keit

Graenzbote - - TUTTLINGEN - Tutt­lin­gen

Zu der Park­platz­si­tua­ti­on und der Sau­ber­keit in der Tutt­lin­ger In­nen­stadt ha­ben wir fol­gen­den Le­ser­brief be­kom­men:

An Markt­ta­gen und be­son­ders zur Hon­berg-Fest­zeit wird es eng um den Hon­berg. Vor dem Al­ten Kre­ma­to­ri­um gab es sechs bis acht Park­plät­ze, bis sie dann neu ge­pflas­tert und mit ei­ner Ket­te ein­ge­zäunt wur­den. In Le­ser­brie­fen wur­de dies be­klagt, oh­ne dass sich et­was ge­än­dert hät­te, auch nicht ge­sagt, wer die­sen Un­sinn ver­an­lasst hat. Zu Be­ginn von Ver­an­stal­tun­gen des Hei­mat­fo­rums ist die Ket­te weg, da­nach schnell wie­der auf­ge­hängt. Auch am ver­gan­ge­nen Sams­tag zur Nacht­kul­tour.

Vie­le Men­schen scheu­en sich da­vor, in Park­häu­ser zu fah­ren, vor al­lem dann, wenn ein­mal je­mand ei­ne Au­to­tür be­schä­digt hat und ab­ge­hau­en ist. So fah­ren vie­le im Kreis und su­chen. Weicht man auf die Gar­ten­stra­ße aus, wo es noch Platz gibt, er­lebt man das Cha­os: Von der Kip­pe bis zu Ver­pa­ckun­gen wird al­les auf die Stra­ße ge­wor­fen; es gibt auch kaum Müll­ei­mer. Die neue Fuß­gän­ger­zo­ne sieht fast schon wie­der aus wie frü­her. Spricht man je­mand an, der ge­ra­de ei­ne Kip­pe weg­ge­wor­fen oder Kau­gum­mi aus­ge­spuckt hat, be­kommt man kei­ne oder ei­ne fre­che Ant­wort oder den Stin­ke­fin­ger ge­zeigt.

Er­freu­li­cher­wei­se kom­men vie­le Be­su­cher aus dem eu­ro­päi­schen Aus­land oder Über­see in die „Welt­stadt der Me­di­zin­tech­nik“, er­kenn­bar an dunk­len An­zü­gen oder Ko­s­tü­men. Sie rei­sen per Bahn an und er­rei­chen den Bahn­hof: je­de Men­ge Un­rat, die Un­ter­füh­rung nach Urin stin­kend, die Hal­le mit dem mehr und mehr ver­kom­men­den Ki­osk, Toi­let­te nur ge­gen Ge­bühr. Ist es den Ei­gen­tü­mern des Bahn­hofs nicht mög­lich, die Op­tik zu ver­bes­sern?

Dann der Aha-Ef­fekt: der schö­ne Vor­platz mit Brun­nen (wohl von Aes­cu­lap fi­nan­ziert, weil die Stadt trotz Voll­be­schäf­ti­gung und ho­hen Steu­er­ein­nah­men kein Geld hat). Ge­gen­über das Firmengebäude, das man­che zu­nächst für ein Schloss hal­ten.

Es gä­be wei­te­re Bei­spie­le, et­wa der ka­ta­stro­pha­le Zu­stand der Stock­a­cher Stra­ße, wo man sich die Ge­schwin­dig­keits-Be­gren­zung spa­ren könn­te, weil so­wie­so un­ter 50 Ki­lo­me­tern in der St­un­de ge­fah­ren wer­den muss. Rolf Wie­sen­dan­ner,

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