Aus­ge­höhlt, sinn­ent­leert

Guenzburger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Uni­on eb­net Weg für Ho­mo Ehe“(Sei­te 1) vom 28. Ju­ni: An­ge­la Mer­kel ris­kiert die Zer­stö­rung un­se­rer Kul­tur. Die Ehe ist kein net­tes Or­na­ment für ir­gend­ei­ne Form von Se­xua­li­tät. Sie ist ei­ne ur­sprüng­lich spi­ri­tu­el­le Wür­di­gung ei­ner Ver­bin­dung zwi­schen Mann und Frau, die im­stan­de und wil­lens sind, das Le­ben durch Nach­kom­men­schaft wei­ter­zu­füh­ren. Ge­tra­gen wer­den die­se Part­ner­schaf­ten durch das Ver­spre­chen, in gu­ten wie in schlech­ten Ta­gen bei­sam­men­zu­ste­hen. Dies bil­det das not­wen­di­ge Fun­da­ment zum Ge­dei­hen jun­gen Le­bens. Wie auch heu­te noch die zahl­rei­chen, ge­schei­ter­ten Ver­su­che zur künst­li­chen Be­f­ruch­tung zei­gen, kann der Mensch trotz sei­ner mo­der­nen Wis­sen­schaft das Ent­ste­hen neu­en Le­bens nur be­dingt be­ein­flus­sen. Das war auch ei­ner der Grün­de, war­um Ehen ge­schlos­sen wur­den: die Bit­te um Got­tes Se­gen. Mit der Ver­staat­li­chung der Ehe hat der Staat die­sen Be­griff schon zur Ge­nü­ge aus­ge­höhlt. Mit der „Ho­mo-Ehe“wird jed­we­der kul­tu­rel­le Sinn­zu­sam­men­hang aus die­sem Wort ge­stri­chen. Hat der Staat das Recht, das Wort „Ehe“nach Gus­to um­zu­de­fi­nie­ren? Mehr Dik­tat geht kaum noch!

Fe­lix Wil­ler, Augs­burg

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