Strik­te Re­geln für Ban­ken

Guenzburger Zeitung - - Erste Seite - VON MICHA­EL KERLER mke@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Das, was un­ter dem sper­ri­gen Stich­wort „Ba­sel III“be­schlos­sen wur­de, ist zu­nächst gut für Kun­den und Bür­ger. Die Ban­ken müs­sen mehr ei­ge­nes Ka­pi­tal vor­hal­ten. Und Ei­gen­ka­pi­tal bringt mehr Sta­bi­li­tät in das Fi­nanz­sys­tem. Da­mit wur­de aus der Fi­nanz­kri­se 2008 ei­ne wich­ti­ge Leh­re ge­zo­gen. Da­mals ge­rie­ten Groß­ban­ken ins Wan­ken wie einst Zir­ku­se­le­fan­ten auf schma­len Po­des­ten. Bank­kun­den bang­ten plötz­lich um ihr Er­spar­tes, die Staa­ten muss­ten mit Mil­li­ar­den Eu­ro und Dol­lar das Sys­tem ret­ten. Doch es kommt – wie so oft – auf das rich­ti­ge Maß an.

Vie­le Ban­ken äch­zen be­reits un­ter der im­mer schär­fe­ren Re­gu­lie­rung von eu­ro­päi­scher oder in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne – ge­ra­de die deut­schen Ge­nos­sen­schafts­ban­ken und Spar­kas­sen. Die klei­ne Volks­bank um die Ecke hat die Fi­nanz­kri­se si­cher nicht aus­ge­löst. Die Null­zins­pha­se beu­telt be­reits An­le­ger wie Ban­ken. Da­zu kom­men nun die strik­te­ren Ei­gen­ka­pi­tal­vor­schrif­ten. Sie ma­chen das Sys­tem si­che­rer, aber nicht un­be­dingt bil­li­ger. Die Ver­bän­de warn­ten be­reits im Vor­feld, dass Kre­di­te für das Hand­werk oder Pri­vat­kun­den er­schwert wer­den könn­ten.

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