Die El­tern sind ge­fragt

Guenzburger Zeitung - - Meinung & Dialog -

Eben­falls da­zu:

Rich­tig Le­sen (mit Ver­ständ­nis län­ge­rer Text­zu­sam­men­hän­ge) lernt man nicht (nur) in der Schu­le. Hier sind die El­tern ge­fragt. Das be­ginnt be­reits im Vor­schul­al­ter, in­dem man sei­nen Kin­dern durch Vor­le­sen zeigt, wie span­nend Bü­cher sein kön­nen; in der Fort­set­zung muss man sich von den Kin­dern Bü­cher vor­le­sen las­sen und sie ani­mie­ren, selbst Bü­cher zu le­sen. Die­se Zeit müs­sen sich El­tern neh­men – auch bei ei­nem Voll­zeit­job hat man zu­min­dest an den Wo­che­n­en­den und im Ur­laub Zeit, sich dar­um zu küm­mern. Bei ei­nem äl­te­ren Ge­schwis­ter­kind kann das auch die­ses über­neh­men.

Da­ge­gen wer­den Kin­der, die be­reits als Klein­kind da­durch be­schäf­tigt wur­den, dass man sie vor den Fern­se­her setzt und ih­nen ei­nen Nin­ten­do oder ein Smart­pho­ne zum Spie­len in die Hand drückt, spä­ter auch nicht auf die Idee kom­men, selbst ein Buch zu le­sen.

In sol­chen Stu­di­en wä­re es in­ter­es­sant, ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen Com­pu­ter- bzw. Smart­pho­ne-Nut­zung und Le­se­kom­pe­tenz zu un­ter­su­chen. Auch Er­wach­se­ne be­mer­ken, wie schwer es fällt, sich von ei­nem Com­pu­ter­spiel los­zu­rei­ßen – die­se Dis­zi­plin kann man von Kin­dern nicht von selbst er­war­ten; auch hier sind die El­tern ge­for­dert.

Wolf­gang Ap­pelt, Bo­bin­gen

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