Wenn die CSU fei­ert

Guenzburger Zeitung - - Bayern - VON ULI BACHMEIER jub@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Bei Weih­nachts­fei­ern geht es nicht au­to­ma­tisch fried­lich zu – we­der im Be­trieb noch im Ver­ein und schon gar nicht in der Po­li­tik. Die CSU zum Bei­spiel blickt auf ei­ne wech­sel­vol­le Ge­schich­te von Weih­nachts­fei­ern zu­rück. Es gab vie­le, die sehr har­mo­nisch ver­lie­fen, an die sich aber kaum je­mand mehr er­in­nert. Es gab ei­ni­ge we­ni­ge, da war’s an­ders. Da blieb je­de ein­zel­ne Schmut­ze­lei in (schlech­ter) Er­in­ne­rung.

Die Weih­nachts­fei­er der CSU­Land­tags­frak­ti­on die­se Wo­che macht da ei­ne Aus­nah­me. Sie war fried­lich und den­noch be­mer­kens­wert. Er­klär­tes Ziel war „Rück­ge­win­nung der Har­mo­nie“nach Wo­chen des Streits um die See­ho­fer-Nach­fol­ge. Die Kom­bat­tan­ten zeig­ten sich von ih­rer bes­ten Sei­te. See­ho­fer blieb im­mer­hin bis nach dem Sin­gen. Die Mi­nis­ter Sö­der und Herr­mann sa­ßen in Be­glei­tung ih­rer Frau­en bei Rin­der­fi­let und Prin­zess­boh­nen ein­träch­tig an ei­nem Tisch und si­gna­li­sier­ten da­mit, dass über der Land­tags-CSU wie­der die Son­ne scheint. Am Ober­bay­ern­Tisch um Mi­nis­te­rin Ai­g­ner wur­den herz­er­grei­fen­de Lie­der ge­sun­gen. Die Gast­stät­te leer­te sich erst weit nach Mit­ter­nacht. Land­tags­prä­si­den­tin Stamm blieb bis zum Schluss – qua­si als Chefthe­ra­peu­tin al­ler Macht­kampf­ge­schä­dig­ten.

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