Die aus­ge­brann­te Par­tei

Haller Tagblatt - - POLITIK -

ana­ly­siert den Zu­stand der SPD. Das fällt we­nig schmei­chel­haft aus. Sie greift auf ei­ge­ne Er­leb­nis­se zu­rück, die Jour­na­lis­tin ist seit 30 Jah­ren SPD-Mit­glied. Als Kie­ler Ober­bür­ger­meis­te­rin mach­te sie nicht die bes­ten Er­fah­run­gen mit ih­rer Par­tei. Be­stä­tigt wird die Sicht Gasch­kes durch die schlech­ten Wah­l­er­geb­nis­se, die die SPD bei Land­tags­wah­len zu­letzt er­ziel­te. Sie lis­tet die Fak­ten de­tail­liert auf und un­ter­zieht die SPD ei­ner kri­ti­schen Be­stands­auf­nah­me. So er­hielt die SPD bei vier Land­tags­wah­len Er­geb­nis­se un­ter 13 Pro­zent. Die SPD lan­de­te bei den Land­tags­wah­len 2014 in Sach­sen und Thü­rin­gen bei 12,4 Pro­zent, 2016 in Ba­den-Würt­tem­berg er­hielt sie 12,7 Pro­zent und 2016 in Sach­sen-An­halt 10,6 Pro­zent. Bei der Land­tags­wahl in Ba­den-Würt­tem­berg 2016 ver­wie­sen die Wäh­ler die SPD auf Platz vier hin­ter die Grü­nen, CDU und AfD.

Als ei­ne der ent­schei­dens­ten Ur­sa­chen der Mi­se­re be­nennt Gasch­ke die von der SPD ver­ant­wor­te­ten Bil­dungs­re­for­men. Zu ei­nem wei­te­ren Ver­trau­ens­ver­lust tru­gen laut Ana­ly­se die ro­trot-grü­nen Ko­ali­tio­nen bei. Nach An­sicht der Au­to­rin ist die SPD zu we­nig auf die Sor­gen der Men­schen beim The­ma In­ne­re Si­cher­heit ein­ge­gan­gen. Dass die ne­ga­ti­ve Ent­wick­lung nicht schick­sal­haft sein muss, be­leuch­tet Gasch­ke. Un­ter an­de­rem ha­be die SPD mit Ger­hard Schrö­ders Agen­da 2010 be­wie­sen, dass sie ab 2003 auf die Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit kom­pe­tent re­agie­ren konn­te.

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