„Die Li­be­ra­le ha­ben von al­len den größ­ten Ta­ten­drang“

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG -

m Wahl­sonn­tag ge­be ich bei­de Stim­men der FDP. Gleich vor­weg: Um et­wai­ge Steu­er­sen­kun­gen geht es mir als Stu­dent da­bei si­cher nicht, zu­min­dest wür­de ich da­von kaum pro­fi­tie­ren. Al­ler­dings stört mich der Sta­tus quo in der Bun­des­po­li­tik, den die Gro­ße Ko­ali­ti­on an­schei­nend nur ver­wal­ten will. Bei den Li­be­ra­len se­he ich öko­no­mi­schen Sach­ver­stand, Ta­ten­drang und vor al­lem den Op­ti­mis­mus, der den der­zei­ti­gen Op­po­si­ti­ons­par­tei­en völ­lig ab­zu­ge­hen scheint. Ganz prak­tisch er­hof­fe ich mir von ei­ner Re­gie­rungs­be­tei­li­gung der FDP ei­nen schlan­ken und ef­fi­zi­en­ten Staat, mit dem ich im All­tag mög­lichst we­nig zu tun ha­be. An­ge­sichts der di­gi­ta­len Her­aus­for­de­run­gen schei­nen die an­de­ren Par­tei­en wie vor Angst er­starrt – wo bleibt der Di­gi­ta­li­sie­rungs­mi­nis­ter? Au­ßer­dem bin ich für Stu­di­en­ge­büh­ren, da die Hoch­schu­len je­den Cent brau­chen kön­nen und Aka­de­mi­ker im spä­te­ren Le­ben oh­ne­hin sta­tis­tisch mehr ver­die­nen – wie­so soll­te man ein Stu­di­um al­so nicht als In­vest­ment be­trach­ten und sich an den Kos­ten be­tei­li­gen? Auch liegt mir der An­satz nä­her, Ein­zel­per­so­nen und Fa­mi­li­en die Al­ters­vor­sor­ge – et­wa durchs Ei­gen­heim – zu ver­ein­fa­chen, an­statt al­le Ab­ga­ben hoch­zu­schrau­ben und am En­de der Er­werbs­tä­tig­keit al­le ins so­zia­le Auf­fang­netz fal­len zu las­sen. Wich­tigs­ter Punkt: Deutsch­land braucht ein zeit­ge­mä­ßes Ein­wan­de­rungs­ge­setz nach ka­na­di­schem Vor­bild. Kei­ne Ex­trem-Pa­ro­len im Sin­ne von „Al­le rein“oder „Al­le raus“. Till Wendt (23), frei­er Mit­ar­bei­ter

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