„Es muss ei­ne Par­tei mit am Tisch sit­zen, der un­ser Kli­ma wich­tig ist“

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG -

s wird im Wahl­kampf im­mer viel dar­über ge­re­det, was sich in der Po­li­tik und in Deutsch­land in Zu­kunft än­dern soll. Aber wann rea­li­sie­ren wir end­lich, dass es ei­ne „Zu­kunft“nicht ge­ben wird, wenn wir wei­ter so ver­ant­wor­tungs­los mit un­se­rem Pla­ne­ten um­ge­hen? Das TV-Du­ell hat ganz klar ge­zeigt, wel­che Rol­le das The­ma Um­welt­schutz im Mo­ment po­li­tisch ein­nimmt: näm­lich kei­ne. Ich wäh­le Grün, weil ich möch­te, dass ei­ne Par­tei mit am Tisch sitzt, der der Er­halt un­se­rer Le­bens­grund­la­ge wich­tig ist. Die sich für Um­welt­schutz und Nach­hal­tig­keit ein­setzt. Denn das sind eben kei­ne Öko-Spin­ne­rei­en – und der Kli­ma­wan­del ist auch kei­ne „fa­ke news“. Er be­trifft uns al­le.

Was mir bei den Grü­nen au­ßer­dem ge­fällt: Sie sind ge­gen ei­ne Flücht­lings­ober­gren­ze. Das Ge­re­de dar­über ist für mich oh­ne­hin po­pu­lis­ti­scher Schwach­sinn. Kein von Krieg und Ver­fol­gung be­droh­ter Mensch wird sich von ei­ner will­kür­lich fest­ge­leg­ten Zahl auf al­ten las­sen. Ei­ne Ober­gren­ze löst nicht die Pro­ble­me, die die Men­schen über­haupt erst in die Flucht trei­ben. Das ist es näm­lich, wor­über wir re­den müs­sen – und das tun die Grü­nen.

Letz­ter Punkt: so­zia­le Ge­rech­tig­keit. In vie­len Be­ru­fen ver­die­nen Frau­en im­mer noch we­ni­ger als Män­ner – ob­wohl sie den glei­chen Job ma­chen. Und wie­so zah­len Po­li­ti­ker und Be­am­te ei­gent­lich kei­ne Ren­ten­beitr Rück­stän­di­ge Re wie die­se ge­hö­ren fort ab­ge­schafft.

Und wenn mir jetzt ei­ner mit Sprü­chen kommt wie „Aber die Grü­nen ha­ben in der Ver­gan­gen...“, heit dann kann ich nur sa­gen: Will­kom­men in 2017! Mi­ri­am Kraus (29), On­li­neRe­dak­teu­rin -

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