SPD-Chef und Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz

Spit­zen­frau der Lin­ken: Sah­ra Wa­genk­necht

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG -

Die SPD will ei­ne „Fa­mi­li­en­ar­beits­zeit“für bis zu zwei Jah­re. Bei­de El­tern sol­len je 150 Eu­ro mo­nat­lich be­kom­men, wenn sie ih­re Ar­beits­zeit auf 26 bis 36 Wo­chen­stun­den re­du­zie­ren. Hin­zu kommt ein Rechts­an­spruch auf Ganz­tags­be­treu­ung.

Statt Ehe­gat­ten­split­ting Fa­mi­li­en­ta­rif mit Kin­der­bo­nus. Kein So­li für un­te­re Ein­kom­men, Spit­zen­steu­er­satz rauf auf 45 Pro­zent. Zah­len muss, wer als Sing­le 76200 Eu­ro zu ver­steu­ern­des Ein­kom­men hat. Rei­chen­steu­er für Ver­mö­gen­de.

15000 zu­sätz­li­che Po­li­zis­ten. Mehr Bun­des­po­li­zei und Vi­deo­über­wa­chung an Bahn­hö­fen. Mehr Prä­ven­ti­on ge­gen Is­la­mis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus. Bei der Bun­des­wehr sol­len Per­so­nalund Ma­te­ri­al­lü­cken ge­schlos­sen wer­den.

Die SPD sieht, an­ders als die Uni­on, ei­ne gro­ße Ren­ten­re­form als nö­tig an – mit ei­nem Stopp des Ab­sin­kens des Ren­ten­ni­veaus, ei­ner neu­en So­li­d­ar­ren­te für Ge­ring­ver­die­ner und ei­ner Hal­t­el­i­nie bei den Bei­trags­sät­zen.

Die SPD hält am Aus­bau des so­zia­len Woh­nungs­baus fest. Die Miet­preis­brem­se soll wei­ter­ent­wi­ckelt, die Rech­te der Mie­ter ge­stärkt wer­den. Das Wohn­geld soll an­ge­passt wer­den, da­mit nie­mand ge­zwun­gen ist, sei­nen Stadt­teil zu ver­las­sen. Kos­ten­freie Ki­tas, Kin­der­geld für al­le Kin­der auf 328 Eu­ro an­he­ben, er­gänzt durch ein „re­gio­na­li­sier­tes Wohn­geld“in Ge­gen­den mit ho­hen Mie­ten. Auch soll es ei­ne Grund­si­che­rung ge­ben. Statt Ehe­gat­ten­split­ting „fa­mi­li­en­freund­li­che Steu­er­mo­del­le“.

1050 Eu­ro im Mo­nat steu­er­frei. Wer un­ter 7100 Eu­ro brut­to im Mo­nat ver­dient (Sing­le), zahlt we­ni­ger Ein­kom­mens­steu­er. Ab 260 000 Eu­ro Jah­res­ein­kom­men 60 Pro­zent Ein­kom­mens­steu­er, ober­halb ei­ner Mil­li­on Eu­ro 75 Pro­zent.

Mehr Per­so­nal bei der Po­li­zei – mehr Prä­senz von Be­am­ten im Stadt­bild und in so­zia­len Netz­wer­ken, Weg­fall von „sinn­lo­sen Auf­ga­ben“. Mehr Kon­trol­le der Si­cher­heits­be­hör­den. Kei­ne Bun­des­wehr-Aus­lands­ein­sät­ze, we­ni­ger Aus­ga­ben.

Ga­ran­tie ei­ner Min­dest­ren­te von 1050 Eu­ro. Das Ren­ten­ni­veau soll auf 53 Pro­zent stei­gen. Auch Selbst­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler, Be­am­te, Ma­na­ger sol­len in die Ren­ten­kas­se ein­zah­len. Die Ries­ter­ren­te soll in die ge­setz­li­che Ren­te über­führt wer­den.

Die Lin­ke plant so­gar, Miet­erhö­hun­gen kom­plett zu ver­bie­ten, wenn der „Wohn­wert“nicht ver­bes­sert wird – Ver­mie­ter sol­len nur noch die Inf ati­on aus­glei­chen dür­fen. Ho­he Leer­stands­ab­ga­be, Zwe­ck­ent­frem­dungs­ver­bot für Wohn­raum.

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