Wahl-Kri­mi in Nie­der­sach­sen

Hamburger Morgenpost - - POLITIK -

Han­no­ver – Un­ge­wohn­tes Bild für die SPD: Nach vier WahlKlat­schen in Fol­ge lie­gen die So­zis in Nie­der­sach­sen gut im Ren­nen. Den­noch könn­te Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil sei­nen Job los­wer­den: näm­lich dann, wenn es für ei­ne Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on trotz ei­nes Wahl­siegs nicht reicht.

Nur drei Wo­chen nach der Bun­des­tags­wahl sol­len die Bür­ger in Nie­der­sach­sen Sonn­tag ei­nen neu­en Land­tag wäh­len. Was So­zi­al­de­mo­kra­ten op­ti­mis­tisch stimmt: Ih­re Par­tei hat den Vor­sprung der CDU im End­spurt nicht nur wett­ge­macht. Laut Um­fra­gen liegt die SPD mit 33 Pro­zent so­gar knapp vor der CDU und Weil-Her­aus­for­de­rer Bernd Al­t­hus­mann mit 32 Pro­zent. FDP und Grü­ne er­rei­chen je­weils 10 Pro­zent.

Die AfD wird ih­ren Er­folg

bei der Bun­des­tags­wahl wohl nicht wie­der­ho­len kön­nen: Sie liegt bei nur 7 Pro­zent, wä­re da­mit aber im­mer­hin im Nie­der­säch­si­schen Land­tag ver­tre­ten. Reich­lich Zoff in der Lan­des­par­tei, der Aus­tritt von Ex-Che­fin Frau­ke Pe­try – die Rech­ten ha­ben vor al­lem sel­ber da­für ge­sorgt, dass sie in Nie­der­sach­sen kei­ne gro­ße Rol­le spie­len. Die Lin­ke kommt auf 5 Pro­zent, muss um den Ein­zug zit­tern.

Ei­ner pro­mi­nen­ten SPDAb­ge­ord­ne­ten droht der Jo­bVer­lust: Do­ris Schrö­derKöpf. Ge­winnt die Noch-Ehe­frau von Alt­kanz­ler Ger­hard Schrö­der – wie vor vier Jah­ren – ih­ren Wahl­kreis in Han­no­ver nicht, wird es mit dem Lis­ten­platz 14 eng, weil da­mit zu rech­nen ist, dass die SPD mehr als die Hälf­te der Di­rekt­man­da­te holt.

Liegt jetzt vorn: Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD)

Gro­ßen Vor­sprung ver­spielt: Bernd Al­t­hus­mann (CDU)

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