So ge­fähr­lich le­ben La­den­de­tek­ti­ve

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG -

Von ANA­ST­A­SIA IKSANOV

Für Ja­cken und Je­ans wa­ren sie be­reit zu tö­ten. Vor ei­ner Wo­che sta­chen zwei un­be­kann­te La­den­die­be im Wands­bek Quar­ree auf Kauf­haus­de­tek­tiv Sa­mi S. (24) ein. Die Tä­ter sind trotz Öf­fent­lich­keits­fahn­dung im­mer noch auf der Flucht. Das Op­fer wur­de in­zwi­schen aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen und ist wohl­auf. Nun äu­ßert sich sein Chef und er­klärt der MOPO, wie ge­fähr­lich De­tek­ti­ve le­ben.

Was ge­nau ist vor ei­ner Wo­che pas­siert?

Mac Ar­thur Bartz (40), Ge­schäfts­füh­rer der Se­cu­ri­ty-Fir­ma „MAB Ser­vices“, sagt, dass Sa­mi S. am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag auf zwei jun­ge Män­ner auf­merk­sam wur­de, die die H & M-Fi­lia­le im Wands­bek Quar­ree mit ge­stoh­le­nen Ja­cken und Je­ans ver­las­sen woll­ten. „Als er die Tä­ter an­sprach, hol­te ei­ner von ih­nen ein Mes­ser aus der Ta­sche. Sa­mi woll­te de­es­ka­lie­ren und bot ih­nen an, ein­fach die Beu­te da­zu­las­sen und zu ge­hen“, sagt Bartz. Trotz­dem stach ei­ner der bei­den Die­be zu. Erst ver­such­te der Un­be­kann­te, den Hals des La­den­de­tek­tivs zu tref­fen – ver­geb­lich. Dann stach er ihm zwei Mal in die Brust und zwei Mal seit­lich in den Nie­ren­be­reich. Die Tä­ter flüch­te­ten da­nach in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen.

Wie oft kommt es zu tät­li­chen An­grif­fen auf La­den­de­tek­ti­ve?

der deutsch­land­weit 480 An­ge­stell­te hat, da­von 30 in Ham­burg, er­zählt, dass je­der vier­te La­den­dieb kör­per­lich ag­gres­siv re­agie­re, wenn er er­wischt wer­de. Waf­fen­ge­brauch sei eher nicht die Re­gel. „Wenn aber Waf­fen ein­ge­setzt wer­den, dann Mes­ser oder Pfef­fer­spray.“

Nimmt die Ge­walt ge­gen La­den­de­tek­ti­ve zu?

So be­rich­te­te die MOPO ges­tern über die Tä­ter aus Wands­bek.

ha­ben ein zu­neh­mend hö­he­res Ag­gres­si­ons­po­ten­zi­al, das gilt ins­be­son­de­re für Ju­gend­li­che.“

Wer­den De­tek­ti­ve im Um­gang mit Ge­walt­tä­tern ge­schult?

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