Ham­burgs här­tes­ter Te­e­nie

Paul Sie­mers Abitu­ri­ent (18) star­tet als jüngs­ter Teil­neh­mer auf Ha­waii beim le­gen­dä­ren Iron­man. „Da­von wer­de ich mein gan­zes Le­ben er­zäh­len“

Hamburger Morgenpost - - SPORT - Von RO­BIN MEY­ER

Mit elf Jah­ren be­glei­te­te Paul Sie­mers sei­nen Va­ter „ein­fach mal ab und zu“zum Trai­ning. Mit 15 be­gann der Ham­bur­ger, pro­fes­sio­nel­ler zu trai­nie­ren. Und an die­sem Wo­che­n­en­de steht ein ganz be­son­de­res High­light für den Tri­ath­le­ten an: Sie­mers darf beim le­gen­dä­ren Iron­man auf Ha­waii an den Start ge­hen – und ist mit sei­nen mitt­ler­wei­le 18 Jah­ren der welt­weit jüngs­te Star­ter in die­sem Jahr!

Wenn mor­gen die gan­ze Sport­welt auf die schö­ne US-In­sel im Pa­zi­fik schaut, wird der Te­e­nie mit­ten­drin sein. „Ha­waii hat ein ganz be­son­de­res Flair“, er­zählt er be­geis­tert: „Aus die­ser kur­zen Zeit hier kann ich sehr viel mit­neh­men für mei­ne Zu­kunft. Von die­sen Wo­chen wer­de ich noch mein gan­zes Le­ben er­zäh­len.“Trotz der Wett­kampf­be­din­gun­gen ste­he für ihn das Ge­nie­ßen im Vor­der­grund: „Na­tür­lich ge­fällt es mir, mich mit den Bes­ten in die­ser Sport­art mes­sen zu kön­nen und zu se­hen, wo ich ste­he. Aber vor al­lem möch­te ich hier Er­fah­run­gen sam­meln.“

Sie­mers’ Mo­ti­va­ti­on vor je­dem Wett­kampf ist es, in Ge­dan­ken noch ein­mal gu­te Trai­nings­ein­hei­ten im Kopf durch­zu­ge­hen. „Da­mit füh­re ich mir wie­der vor Au­gen, wel­che Zie­le ich ha­be“, sagt der har­te Ham­bur­ger. Für ihn sei es nicht ein­fach, bei rund 20 St­un­den Trai­ning pro Wo­che plus der ob­li­ga­to­ri­schen Re­ge­ne­ra­ti­on ein „Mit­tel­maß zwi­schen Sport und so­zia­len Kon­tak­ten“zu fin­den. Den­noch meis­tert der Tri­ath­let, der viel Un­ter­stüt­zung von sei­ner Fa­mi­lie be­kommt, ne­ben­bei noch sein Abitur. „Man muss ein­fach nur sein Zeit­ma­nage­ment gut un­ter Kon­trol­le ha­ben, dann ist al­les mög­lich“, er­klärt er.

Na­tür­lich ge­be es auch Ta­ge, an de­nen er kei­ne gro­ße Lust auf stun­den­lan­ge Trai­nings­ein­hei­ten ha­be, vor al­lem ge­gen En­de der Wo­che. Für Sie­mers, der sich in Ham­burg für Ha­waii qua­li­fi­ziert hat, aber kein Pro­blem: „Das ge­hört da­zu. Meist sind das ge­nau die Ta­ge, an de­nen es am bes­ten läuft. Ich ha­be ja ein Ziel, auf das ich hin­ar­bei­te.“

Ein sol­ches Ziel ist bei­spiels­wei­se, spä­ter ein­mal vom Tri­ath­lon le­ben zu kön­nen. Er weiß je­doch um die Schwie­rig­keit: „Da­für muss man zur Welt­spit­ze ge­hö­ren, sonst ist das fi­nan­zi­ell nicht mög­lich. Statt­des­sen könn­te ich mir auch ei­nen Be­ruf im Be­reich der Sport­wis­sen­schaft oder im Sport­jour­na­lis­mus vor­stel­len.“Da­mit es aber viel­leicht doch mit Plan A klappt, ori­en­tiert sich Sie­mers täg­lich an sei­nem im­mer gleich­blei­ben­den Mot­to: „Ich möch­te je­den Tag bes­ser wer­den als am Tag zu­vor.“

Ge­schafft! Paul Sie­mers qua­li­fi­ziert sich in Ham­burg für den Iron­man auf Ha­waii.

Badeurlaub? Von we­gen! Paul Sie­mers be­rei­tet sich auf Ha­waii akri­bisch vor – da­zu ge­hört auch schwim­men.

Schwit­zen für den Er­folg: Bei 30 Grad auf Ha­waii geht vor al­lem das Lau­fen an die Sub­stanz der Ath­le­ten.

High­tech statt Draht­esel: Paul Sie­mers sitzt täg­lich stun­den­lang im Sat­tel – der Blick für die Na­tur ent­fällt.

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