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Po­li­ti­sche Tö­ne: Das neue Al­bum von Glo­ria

Hamburger Morgenpost - - MOPOP -

Dass Glo­ria für Klaas Heu­ferUm­lauf mehr ist als ein Si­de­kick, dürf­te spä­tes­tens jetzt klar sein: Frei­tag er­scheint mit „DA!“be­reits das drit­te Al­bum in vier Jah­ren.

Der TV-Mo­de­ra­tor (34) hat es ge­mein­sam mit Mark

Ta­vas­sol (43, Wir sind Hel­den) in des­sen Eims­büt­te­ler Stu­dio auf­ge­nom­men. „Tja, von nix kommt nix“, sagt Heu­ferUm­lauf und lacht. „Wir sind zum Glück bei­de nicht die Ty­pen, die dar­auf war­ten, dass der Mond scheint und der Wolf heult und uns dann die Mu­se küsst.“

Statt­des­sen ha­ben die Freun­de wie­der zu­sam­men­ge­ses­sen und ge­re­det: über al­les, was sie be­wegt – auch po­li­tisch. Schon beim BuViSoCo 2015, als sie Po­sau­nis­ten ver­klei­det als Lich­ten­ha­gen-Na­zis auf die Büh­ne brach­ten, zeig­ten Glo­ria kla­re Hal­tung ge­gen rechts. Auf dem neu­en Al­bum wird es in Songs wie „Ers­te Wahl“ eben­falls po­li­tisch. „Es gibt ein enor­mes De­fi­zit an po­li­ti­scher Bil­dung“, sagt Mark Ta­vas­sol, „Par­tei­en wie die AfD nut­zen das aus und ver­brei­ten auf dem­ago­gi­schen Art und Wei­se bö­ses Blut.“

An­de­re neue Songs han­deln von der Lee­re, die Pro­mis trifft, wenn sie plötz­lich nicht mehr ge­fragt sind. „Ich fin­de das hoch­span­nend, wie man sich in ei­ner Welt ver­lie­ren kann, die dann mor­gens wie weg­ge­pus­tet ist“, so Heu­fer-Um­lauf.

Nach­denk­li­che Tö­ne – so kennt man Glo­ria. Mu­si­ka­lisch do­mi­nie­ren nicht mehr nur Gi­tar­ren, ver­mehrt kom­men auch Syn­thies, Strei­cher und Pia­no zum Ein­satz. Mark Ta­vas­sol: „Wir wol­len auch Neu­es aus­pro­bie­ren. Ich fin­de, dass uns das auch gut steht.“Al­bum: „DA“er­scheint am Frei­tag (Grön­land/Rough Tra­de) Kon­zert: 15.12., Gro­ße Frei­heit, 33,35 Eu­ro (VVK)

Mehr als nur ein Hob­by­pro­jekt: Glo­ria mit Klaas Heu­fer-Um­lauf (l.) und Mark Ta­vas­sol

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