„Es ist wie beim Ma­ra­thon“

JA­MAI­KA-SON­DIE­RUN­GEN Nur noch drei Ta­ge blei­ben. CSU schießt quer

Hamburger Morgenpost - - POLITIK -

BERLIN Nur noch drei Ta­ge blei­ben den Un­ter­händ­lern von Uni­on, Grü­nen und FDP, um die Son­die­run­gen zu ei­ner Ja­mai­ka-Ko­ali­ti­on ab­zu­schlie­ßen. Die Fra­ge, die wie ein Da­mokles­schwert über den Ver­hand­lun­gen schwebt: Wer­den sich die Par­tei­en ei­ni­gen? Vie­les spricht da­für. Schließ­lich sind die Grü­nen in Sa­chen Koh­le­aus­stieg den an­de­ren mun­ter ent­ge­gen­ge­sprun­gen. Mau­lig for­der­ten sie sol­che Kunst­stü­cke auch von Uni­on und FDP. Letz­te­re trip­pel­te zu­min­dest ein we­nig, in­dem sie zu­stimm­te, den So­li nicht schon 2019 ab­zu­schaf­fen. Dass er ab­ge­schafft wer­den soll – dar­an hält Lind­ner fest. Beim The­ma Fa­mi­li­en­nach­zug für Flücht­lin­ge mit sub­si­diä­rem, al­so be­grenz­tem, Schutz be­weg­te sich die CDU auf die Grü­nen zu.

Que­ru­lant bleibt die CSU. Lan­des­grup­pen­chef Alex­an­der Do­brindt will in Sa­chen Fa­mi­li­en­nach­zug hart blei­ben, auch den Koh­le­aus­stieg fin­det er „ab­we­gig“. Vor den gest­ri­gen Be­spre­chun­gen sag­te er: „Es ist wie beim Ma­ra­thon, die letz­te Etap­pe ist die schwie­rigs­te.“Die kom­men­den Ta­ge wür­den ein „an­stren­gen­des Stück Ar­beit“für die Un­ter­händ­ler be­deu­ten. Man wer­de se­hen, ob bei den Ver­hand­lun­gen aus dem „scharf­kan­ti­gen Puz­zle“noch ein Bild wer­de.

Op­ti­mis­ti­scher zeig­te sich FDP-Chef Chris­ti­an Lind­ner, wies je­doch auf die Ver­ant­wor­tung der Uni­on hin: „Jetzt schau­en wir auf die Uni­ons­par­tei­en, ob es Be­we­gung gibt.“Am Don­ners­tag oder in der Nacht auf Frei­tag soll ein end­gül­ti­ges Son­die­rungs­pa­pier fer­tig sein. Bis da­hin bleibt es span­nend bei der Kom­pro­miss­fin­dung in Berlin.

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