Herz-Zen­trum äu­ßert sich nach Vor­wür­fen

Ärz­te spre­chen von „Ver­leum­dung“

Hamburger Morgenpost - - HAMBURG - TH

Erst­mals nach Be­kannt­wer­den schwe­rer Vor­wür­fe hat sich jetzt das Herz-Zen­trum Stellingen (Prof. Ma­they/Prof. Scho­fer) ge­äu­ßert.

In ei­nem von den lei­ten­den Ärz­ten und dem Ge­schäfts­füh­rer Karl Wen­kel un­ter­zeich­ne­ten Brief wird von „ver­leum­de­ri­schen An­grif­fen“ge­spro­chen, ge­gen die man sich per Straf­an­zei­ge weh­ren will. Der Ver­fas­ser des an­ony­men Schrei­bens, das der Staats­an­walt­schaft vor­liegt, sei ih­nen be­kannt. Den hef­tigs­ten Vor­wurf – näm­lich dass Ge­schäfts­füh­rer Wen­kel Ärz­ten ein Min­dest­soll an kost­spie­li­gen Herz­ka­the­terEin­grif­fen vor­schrieb – räumt die Füh­rung des Her­zZen­trums al­ler­dings ein. Es sei 2010 er­las­sen wor­den.

In der Er­klä­rung heißt es: „Es gab vor acht Jah­ren ein­mal ei­ne rein wirt­schaft­lich ori­en­tier­te An­ord­nung un­se­res Ge­schäfts­füh­rers über ei­ne be­stimm­te Min­dest­zahl an Herz­ka­the­tern pro Arzt, die aber nie­mals wirk­sam wur­de, weil sie ge­gen das ärzt­li­che Ethos ver­stieß.“

Im Stel­lin­ger Herz­zen­trum wür­den nie­mals Un­ter­su­chun­gen oder Ein­grif­fe nach an­de­ren als me­di­zi­ni­schen Ge­sichts­punk­ten durch­ge­führt.

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