Das Er­be der Volks­par­tei CSU ver­zockt

Hamburger Morgenpost - - POLITIK - See­ho­fer und Sö­der HA­RALD STUTTE po­li­tik@mopo.de

Nicht über­mäch­ti­ge Rechts­po­pu­lis­ten ma­chen der CSU das Le­ben schwer. In Bay­ern düm­pelt die AfD näm­lich bei zehn Pro­zent. Und es gibt auch kei­ne grü­ne Wel­le, die glo­bal über den Pla­ne­ten schwappt und jetzt Bay­ern er­reicht – so nö­tig das viel­leicht wä­re. Nein, die CSU wird die Ver­ant­wor­tung für das Wäh­lerVo­tum am Sonn­tag nicht weg­schie­ben kön­nen. Horst See­ho­fer, Mar­kus Sö­der, Alex­an­der Do­brindt hei­ßen die Män­ner, die das Image der Par­tei seit Jah­ren prä­gen. Und die das Er­be der eins­ti­gen „50 plus X“Par­tei ver­zockt ha­ben. Bay­ern geht es gut – nicht we­gen, son­dern trotz der CSU. Lap­top und Le­der­ho­se – so lau­te­te einst die grif­fi­ge CSU-Kurz­um­schrei­bung. Heu­te steht sie in­des für so welt­frem­de und rück­wärts­ge­wand­te Ide­en wie Herd­prä­mie und Pkw-Maut, zu­dem für Brü­cken­schlä­ge zu Eu­ro­pas Au­to­kra­ten. Vor al­lem hat sich die CSU ei­nen Ruf als po­li­ti­scher Stö­ren­fried in Ber­lin er­ar­bei­tet. Mit Ver­läss­lich­keit – ei­nem Wert, mit dem Mar­kus Sö­der gern hau­siert – hat das al­les nichts zu tun.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.