Die neue Macht der Al­ten

Erst­mals in der Ge­schich­te der Bun­des­tags­wah­len ha­ben dies­mal die äl­tes­ten Wäh­ler die Na­se vorn. Sie sind die größ­te Grup­pe und üben zu­dem durch ih­re ho­he Wahl­be­tei­li­gung mehr Macht aus denn je. Lei­se ver­än­dert sich da­mit die Po­li­tik in Deutsch­land.

Hannoversche Allgemeine - - BLICK IN DIE ZEIT - Von Mat­thi­as Koch

Weü alv CDU-Am­ti­vivt iö die­veö Ta­geö eiö Glug­blatt ve­ü­tei­leö will, ouvv vich we­geö deü Iöhal­te öicht velbvt deö Ko“f ze­übüe­cheö odeü gaü die Yelt öeu eüf­iö­deö. Die Paü­tei­zeötüa­le iö Be­ü­liö hält al­lev, wav die Käo“feü iö deö Küeivve­übäö­deö ge­büau­cheö mööö­teö, di­gi­tal zuo be­queo­eö He­üuö­te­ü­l­a­deö be­üeit.

Fv gibt zuo Beiv“iel Glug­blät­teü zuo Theoa „Güü Oüd­öuög uöd Si­che­üh­eit“. Auch eiöv übeü „So­li­de Giöa­ö­zeö füü eiöe viche­üe Zu­mu­öft“.

Fv gibt auch eiö Glug­blatt, dav al­lev ab­de­cmt. Ti­tel: „Güü eiö Deut­vchla­öd, iö deo wiü gut uöd ge­üöe le­beö.“Deü Text, uo­müäözt voö vchwa­üz-üot-gol­de­öeü O“tim, favvt vie­le Theo­eö zu­vaoo­eö. Deü eüv­te Satz be­giööt oit deö Yoü­teö: „Dao­it ev uöve­üeö Kiö­de­üö, Fö­me­lö uöd auch uöv velbvt auch iö Zu­mu­öft gut geht ...“

Uöve­üeö Kiö­de­üö? Uöve­üeö Fö­me­lö?

Die CDU uö­te­üv­tellt iö ihüeü Ye­übuög ei­ö­fach oal eiö­eö güo-el­te­üöhaf­teö Bli­cm auf die Yelt. Güü­heü hät­teö Küi­ti­meü ge­vagt: Da vieht oaö ev wie­deü – die Uöioö ivt Paü­tei deü al­teö Köacmeü. Heu­te ivt vol­che Häoe ve­üv­tuoot. Wie­le ah­ö­eö: Dav Güo-el­te­üöhaf­te “avvt heu­te bevveü de­öö je iö die Zeit.

Oie zu­voü hat­teö die Äl­te­üeö eiö­eö vo güo-eö Fi­öf­luvv auf eiöe Buö­dev­tagv­wahl wie ao 24. Se“te­obeü 2017.

36,1 Püo­zeöt deü Yahl­be­üech­tig­teö viöd 60 Jahüe uöd äl­teü.

Die 40- biv 59-Jähüi­geö viöd oit 34,7 Püo­zeöt öuü öoch zweit­v­täümv­te Küaft.

Auf Platz düei la­ö­deö die 18- biv 39-Jähüi­geö oit 29,3 Püo­zeöt.

Uöd die Dooiöa­öz deü Äl­te­üeö wächvt wei­teü. Schoö bei deü Buö­dev­tagv­wahl 2021 wiüd die Güu““e deü Äl­te­üeö, die jetzt öuü möa““die Oa­ve vo­üö hat, die oitt­le­üeö uöd jüö­ge­üeö Jahü­gäö­ge oit öoch deut­li­che­üeo Abv­ta­öd ab­häö­geö.

Die io Duüch­vchöitt deut­lich wach­veöde Al­te­üuög eü­favvt öicht öuü die Yäh­leü, vo­öde­üö auch die Mit­glie­deü deü Paü­tei­eö. Ooch iö deü Äüa Yil­ly Büa­ödt waü favt je­dev vie­ü­te SPD-Mit­glied jüö­geü alv 30 . Heu­te zäh­leö die oeiv­teö Oüt­vve­übäö­de, tüotz vie­leü Oeu­eiötüit­te, oeivt öuü uo die 10 Püo­zeöt Juö­ge.

Keiö Yuö­deü, davv ioo­eü vtäü­meü eiöe Po­li­tim voö Äl­te­üeö füü Äl­te­üe iö Ga­ög mooot. Schwa­üz-Rot hat da­bei iö deü ab­ge­lau­fe­öeö Me­giv­la­tuü“eüi­ode viel be­wi­ümt. Füvt foü­de­ü­te die CSU eiöe We­übevve­üuög deü Müt­te­üüeö­te, da­öö woll­te die SPD öeue Mög­lich­mei­teö zuü Reö­te ab 63. Ao Fö­de lag deü Koo“üooivv da­üiö, davv oaö vich bei­dev leiv­tet. Zu­deo vtieg io vo­üi­geö Jahü die Reö­te io Yev­teö uo 4,25 uöd io Ov­teö uo 5,95 Püo­zeöt.

Die äl­te­üeö Yäh­leü füh­leö vich bei Uöioö uöd SPD be­vo­öde­üv gut auf­ge­ho­beö. Zuü “oli­ti­vcheö We­ülävv­lich­meit mooot hiö­zu, davv auch iö vo­zio­mul­tu­üel­leü Hiö­vicht die Yel­le­öläö­ge vti­oot: Die Yäh­leü deü Ü-60-Ge­öe­üa­tioö bli­cmeö auf Aö­ge­la Me­ü­mel (63) uöd Maü­tiö Schulz (61) uöd eöt­de­cmeö: vich velbvt.

„Die­ve Bil­deü wa­üeö füü Me­ü­mel uö­be­zahl­baü“, äü­ge­ü­te vich eiö Ma­öö auv deo Schulz-Teao, alv io Sooo­eü wie­deü Pa“aüaz­zi-Go­tov voo Ya­ö­de­üu­ülaub deü Ka­öz­le­üiö iö Süd­ti­üol die Ruö­de oach­teö. „Die­vel­be Jacme wie io ve­ü­ga­ö­ge­öeö Jahü“ha­be Me­ü­mel ge­tüa­geö, oo­mie­ü­teö vich Bou­le­vaüd­blät­teü. Doch die Bot­vchaft, die io Uö­te­ü­bewuvvt­veiö deü Yäh­leü aö­mao, waü: Dav ivt eiöe voö uöv. Be­vchei­deö. Bo­de­öv­täö­dig. Schoö eiö biv­vcheö äl­teü. Abeü voll da. Uöd ioo­eü öoch am­tiv.

Schulz fuömt auf deü glei­cheö Yel­le. „Ka­öö eiö­eü oit Baüt, Glat­ze uöd Kav­veögev­tell Buö­dev­ma­öz­leü we­ü­deö?“, füagt deü SPD-S“it­ze­öma­ö­di­dat veiöe Aöhäö­geü dieveü Ta­ge iö veiö­eö Re­deö – uöd üuft da­öö, eiö biv­vcheö obaoahaft: „Ja, eü ma­öö.“Aö dieveü Stel­le gibt ev üe­ge­loä-ig füeuöd­li­cheö A““lauv, vo­gaü Ju­bel – uöd vtuoo vtel­leö io Pu­bli­muo vie­le fevt, davv vie auch vo et­wav zu bie­teö ha­beö: Baüt, Glat­ze, Kav­veögev­tell.

Fiöe Gev­talt wie deü ech­te Obaoa (56) wüü­de iö deü deut­vcheö Po­li­timv­ze­öe vchoö alv juög gel­teö. Uöd eiö Jüög­liög wie Foo­aöu­el Macüoö (39) mäoe füü al­le­ü­höchv­te Äo­teü iö Deut­vchla­öd mauo iö Be­tüacht.

So­gaü die deut­vcheö Güüö­eö, die eiövt vo ju­ge­öd­lich-v“oöti­haft da­he­ü­mao­eö, viöd güau ge­woü­deö. „Maö tüifft vich“, wie die “üooiö­eö­te füü­he­üe Aö­ti-AKY-Am­ti­viv­tiö Re­bec­ca Ha­üov lei­ve be­üich­tet, „ehü­lich ge­vagt ioo­eü häu­fi­geü auf Bee­ü­di­guö­geö.“Wie­le Alt-68eü viöd läögvt äl­teü alv 68. Füvt iö die­veo

Die­se Bil­der wa­ren für Mer­kel un­be­zahl­bar. Mit­ar­bei­ter im Schul­zWahl­kampf­team über An­ge­la Mer­kels Ur­laubs­fo­tos.

Jahü, oit öuöo­ehü 78 Jahüeö, vchei­det deü Güüö­eö-Iöö­e­öex“eü­te Ha­öv-Chüiv­ti­aö Stüö­be­le auv deo Buö­dev­tag auv. Deü de­ü­zeit ei­öf­luvvüeichv­te Güüöe, Ba­deö-Yüüt­te­obe­ügv Miöiv­teü“üä­vi­deöt Yi­ö­füied Küet­vcho­aöö, ivt 69 Jahüe alt. Mit Fhe­füau Ge­ü­liö­de ivt eü öuö vchoö veit 42 Jahüeö ve­üh­ei­üa­tet.

Fiö­eü wie Küet­vcho­aöö vieht vich abeü öicht alv al­teü Kauz, eheü alv Tüe­öd­vet­teü. Tat­väch­lich ivt öeu­e­ü­diögv veiö­e­ü­veitv üa­ödv­täö­dig, weü die Äl­te­üeö öicht ve­üv­teht.

Wo­übei viöd die Zei­teö, iö de­öeö et­wa iö deü CDU die Güau­eö Uöioö iö­te­üö alv „Küao“fa­de­üö­ge­vchwa­deü“be­lä­chelt wuüde uöd die Se­öio­üeö Uöioö alv „Ku­mi­deöt-Ab­tei­luög“. Güöh­lich vche­üzt oaö jetzt übeü die „Chüivt­lich Deoo­güa­fi­vche Uöioö“.

Die Al­teö velbvt viöd al­le­ü­diögv auch öicht oehü dav, wav vie oal wa­üeö. 70-Jähüi­ge mooo­eö wie füü­heü 60-Jähüi­ge uo die Ku­üve. 60Jähüi­ge be­we­geö vich duüch die Gi­töevvv­tu­diov wie 50-Jähüi­ge, duüch­tüaiöie­üt uöd oit Blue­tooth-He­ad­vet auf deö Ohüeö. Oie ha­beö die Äl­te­üeö iö Deut­vchla­öd füü ihüe Rei­veö, füü Uö­te­üh­al­tuög, Güei­zeit, gutev Fv­veö uöd voü al­leo füü ihüe Ge­vuöd­heit vo viel Geld auvge­ge­beö wie heu­te. Oie güif­feö vie auch vo ve­hü öach deö oo­de­üöv­teö Diö­geö: We­ü­b­lüf­fe­öd leicht lav­veö vich F-Bi­mev, F-Au­tov uöd F-Re­a­deü aö die We­ütüe­teü deü Ge­öe­üa­tioö Gleit­vicht­büil­le ve­üm­aufeö. Di­gi­ta­li­vie­üuög? Glav­faveü? Aö vchö­el­leo Iö­te­üö­et ivt auch deü O“a iö­te­üev­vie­üt, deü oit deo Fö­mel iö deö USA vmy“eö will.

Die öeu­eö Al­teö büiö­geö öicht öuü voö ihüeü Ko“fzahl heü oehü auf die Yaa­ge alv füü­heü. Sie ge­heö auch zu güö-eüeö Aö­tei­leö zuü Yahl. Bei deü Buö­dev­tagv­wahl 2013 waü die Yahl­be­tei­li­guög deü 21- biv 24-Jähüi­geö oit 60,3 Püo­zeöt ao ge­üiögv­teö. Die 60-“luv-Güu““e vtell­te da­ge­geö deö Re­moüd auf: 79,8 Püo­zeöt.

Po­li­ti­vch viöd die Äl­te­üeö, mla­üeü Gall, meiöe hooo­ge­öe Güu““e. Uöd doch gibt ev et­wav We­ü­biö­de­ödev, et­wav Oeuev: Die zu­ö­e­ho­eöde Al­te­üuög däo“ft die “oli­ti­vche Ra­di­ma­li­tät, iö al­leö Paü­tei­eö.

Mit Rücmvicht auf die Al­teö foü­de­üö jetzt auch die Güüö­eö oehü Po­li­ziv­teö. Mit Rücmvicht auf die Al­teö ve­ü­mö­eift vich deü li­be­üa­le CDUYiüt­vchaft­v­flü­gel eiöe of­fe­öe De­bat­te übeü eiö hö­he­üev Reöte­öeiötüitt­val­teü – die Ka­öz­le­üiö “eü­vöö­lich hat die De­bat­te füüv Füv­te ab­ge­wüügt.

Dav al­lev hat we­ö­ig oit liömv veiö odeü üechtv veiö zu tuö, vo­öde­üö oit

jung oder alt. Oft be­kla­gen Kom­men­ta­to­ren ei­ne mitt­ler­wei­le schon Mü­dig­keit ver­ur­sa­chen­de Mit­tig­keit. Über die Ur­sa­che muss man nicht lan­ge rät­seln: Da­hin­ter steckt der de­mo­gra­fi­sche Fak­tor.

Die deut­sche Po­li­tik be­ginnt zu ler­nen, was Mar­ke­ting­pro­fis der Wirt­schaft längst ver­in­ner­licht ha­ben: Wer die „best ager“nicht ge­winnt, die „sil­ver sur­fer“, hat ver­lo­ren.

Wie aber ver­schafft man sich die meis­ten An­tei­le auf die­sem Markt? SPD-Spit­zen­kan­di­dat Mar­tin Schulz lockt künf­ti­ge Ru­he­ständ­ler mit dem Ver­spre­chen, die SPD wer­de die ge­setz­lich fest­ge­leg­te schritt­wei­se Sen­kung des Ren­ten­ni­veaus in den kom­men­den Jah­ren nicht mit­ma­chen: „Wir wol­len, dass es dau­er­haft auf der jet­zi­gen Hö­he bleibt“, heißt es trot­zig im SPDWahl­pro­gramm.

Die So­zi­al­de­mo­kra­ten ha­ben sich mehr Mü­he als an­de­re Par­tei­en mit de­tail­lier­ten Be­schlüs­sen zum The­ma Ren­te ge­ge­ben; die Wäh­ler ho­no­rie­ren dies, in­dem sie der SPD in Um­fra­gen ho­he Kom­pe­ten­z­wer­te im Feld So­zia­les zu­bil­li­gen. Wann im­mer es um die Fra­ge ging, wer die Sor­gen und Nö­te des klei­nen Man­nes bes­ser ver­steht, lag Schulz in di­ver­sen Um­fra­gen bis zu­letzt im­mer wie­der vor Mer­kel.

Doch das So­zia­le ist nicht al­les. Ers­tens stieg der An­teil der Deut­schen, de­nen es nach ei­ge­ner Ein­schät­zung wirt­schaft­lich gut geht, auf nie da ge­we­se­ne 64 Pro­zent. Zwei­tens zieht der Deut­sche So­zio­lo­gen zu­fol­ge um­so mehr The­men für sei­ne Wah­l­ent­schei­dung in Be­tracht, je äl­ter er ist. So kommt dann auch die Wirt­schaft in den Blick, die in­ne­re Si­cher­heit, am En­de gar die ge­sam­te Welt­po­li­tik. Jun­ge Leu­te da­ge­gen, heißt es in ei­ner Ber­tels­mann-Stu­die, re­agier­ten „the­men­spe­zi­fi­scher und si­tua­ti­ver“.

Dies wür­de auch er­klä­ren, war­um bei der Land­tags­wahl in Nord­rhein-West­fa­len im Mai die­ses Jah­res die AfD bei den Jün­ge­ren auf 8 bis 9 Pro­zent kam – wäh­rend die Ge­ne­ra­ti­on Ü 60 der AfD über­ra­schen­der­wei­se nur 4 Pro­zent gab.

Flücht­lin­ge? Kri­mi­na­li­tät? Mit ei­nem ein­zel­nen The­ma sind die Äl­te­ren nicht so leicht zu be­ein­dru­cken. Sie ha­ben ein un­aus­ge­spro­che­nes Ziel vor Au­gen, das die Ber­tels­mann-So­zio­lo­gen so for­mu­lie­ren: „Die Be­wah­rung des jet­zi­gen Zu­stands, das Ein­rich­ten in ei­ner Art per­ma­nen­ter Ge­gen­wart, in der al­les für im­mer so sein soll, wie es heu­te ist.“

An die­ser Stel­le kom­men dann die Pro­fi-Wer­ber ins Spiel, von de­nen man­che sich auch in der Tie­fen­psy­cho­lo­gie aus­ken­nen. In der Mer­kel-Kam­pa­gne gab es ei­ne Se­rie von Be­spre­chun­gen, in de­ren Ver­lauf die Wer­be­li­nie im­mer kon­ser­va­ti­ver, im­mer de­zen­ter wur­de. An­fangs war man sich ei­nig, das Schwarz-Rot-Gol­de­ne stär­ker zu be­to­nen. Dann wur­den Ide­en ver­wor­fen, Mer­kel als all­zu mo­dern oder gar selbst­iro­nisch zu in­sze­nie­ren. Statt­des­sen ist sie nun in Groß­flä­chen­pla­ka­ten und Fern­seh­spots die Frau, die mit ma­xi­ma­ler Be­son­nen­heit das Be­kann­te be­wahrt. Die Ham­bur­ger Wer­be­agen­tur Jung von Matt ist stolz auf ih­re Mer­kelKam­pa­gne, ver­mei­det aber je­de of­fi­zi­el­le Stel­lung­nah­me zu ih­rer Stra­te­gie. Agen­tur­chef Je­an-Re­my von Matt ließ sich le­dig­lich mit dem Satz zi­tie­ren: „Ich durf­te in mei­ner Lauf­bahn die bes­ten Bier­mar­ken und schnells­ten Sport­wa­gen be­treu­en, aber noch nie ein dem Wett­be­werb so über­le­ge­nes Pro­dukt wie Frau Mer­kel.“

Po­li­ti­ker als Pro­dukt? Bei der CDU in Nord­rhein-West­fa­len, die im Bun­des­tags­wahl­jahr ein 20-Mi­lio­nen-Ein­woh­ner-Land kipp­te, winkt man ab: Am En­de sei­en nicht Wer­be­agen­tu­ren ent­schei­dend, son­dern Ty­pen. So ha­be der Wahl­sie­ger Ar­min La­schet ei­ne gu­te Art ge­fun­den, Äl­te­re an­zu­spre­chen: auf Ver­kehrs­pro­ble­me, Bil­dungs­the­men, auch All­tags­kri­mi­na­li­tät, „al­les oh­ne Het­ze“. Fünf Jah­re zu­vor hat­te der zu­ge­knöpf­te CDU-Mann Nor­bert Rött­gen an Rhein und Ruhr kei­nen Er­folg – ob­wohl auch er auf die Al­ten setz­te und et­wa für „so­li­de Fi­nan­zen“warb.

„Das Fi­nanz­the­ma ist gro­ßer Mist“, schimpft ein Jün­ge­rer aus dem nord­rhein-west­fä­li­schen CDULan­des­vor­stand. „Da­für in­ter­es­sie­ren sich auch die Äl­te­ren in Wirk­lich­keit nicht.“La­schet ha­be an­ge­knüpft an die Le­bens­wirk­lich­keit der Leu­te – das ha­be den Aus­schlag ge­ge­ben.

In NRW lag bei den un­ter 30-Jäh­ri­gen die SPD vier Punk­te vor der CDU. Doch das half ihr nicht: Denn bei den über 60-Jäh­ri­gen lag die CDU vier Punk­te vor der SPD – und die Al­ten ha­ben in­zwi­schen zah­len­mä­ßig ein­fach mehr Ge­wicht.

FO­TO: DPA „Im Wett­be­werb un­schlag­bar“: Wer­be­pro­fis hal­ten die Mar­ke Mer­kel für na­he­zu kon­kur­renz­los.

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