Wi­der­stand in SPD ge­gen Schwarz-Rot

Hannoversche Allgemeine - - POLITIK -

Ber­lin. In der SPD for­miert sich Wi­der­stand ge­gen ei­ne Neu­auf­la­ge der Gro­ßen Ko­ali­ti­on. „Ich kämp­fe da­für, dass die SPD füh­ren­de Kraft in der Re­gie­rung wird. Falls das aber nicht klappt, will ich nicht, dass wir noch ein­mal als Ju­ni­or­part­ner in ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on ge­hen“, sag­te Frak­ti­ons­vi­ze Axel Schä­fer dem Re­dak­ti­ons­Netz­werk Deutsch­land (RND). „Es gibt kei­ne Pflicht zur Selbstop­fe­rung“, füg­te Schä­fer hin­zu. „Grund­sätz­lich muss je­de Ko­ali­ti­ons­ent­schei­dung nach der Wahl von un­se­ren Mit­glie­dern le­gi­ti­miert wer­den“, for­der­te der Ab­ge­ord­ne­te aus Nord­rhein-West­fa­len.

Auch der Spre­cher der SPDDenk­fa­brik, Frank Schwa­be, äu­ßer­te sich skep­tisch. „Mar­tin Schulz und Sig­mar Ga­b­ri­el ha­ben sich ge­gen ei­ne er­neu­te Gro­ße Ko­ali­ti­on un­ter Füh­rung der CDU aus­ge­spro­chen. Ich ge­he fest da­von aus, dass die­ses Wort auch nach der Wahl gilt“, so Schwa­be. „Ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on kann im­mer nur ei­ne Not­lö­sung sein. Wenn mei­ne Par­tei kei­ne Re­gie­rung un­ter ih­rer Füh­rung bil­den kann, soll­ten wir in die Op­po­si­ti­on ge­hen.“

„Gro­ße Ko­ali­tio­nen sind kein Se­gen für die De­mo­kra­tie, weil sie am En­de nur die po­li­ti­schen Rän­der stär­ken“, sag­te der sach­sen-an­hal­ti­ni­sche SPDLan­des­vor­sit­zen­de Burk­hard Lisch­ka. „Da­her soll­ten sie die Aus­nah­me blei­ben.“

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