Ehe­gat­ten von Mi­gran­ten zie­hen nach

Hannoversche Allgemeine - - POLITIK -

Ber­lin. Der Ehe­gat­ten­nach­zug aus­län­di­scher Staats­bür­ger nach Deutsch­land hat im ers­ten Halb­jahr die­ses Jah­res deut­lich zu­ge­nom­men. Bis En­de Ju­ni er­teil­ten die Be­hör­den 26 176 Män­nern und Frau­en ein Vi­sum, um zu ih­ren Ehe­gat­ten nach Deutsch­land kom­men zu kön­nen. Dies ent­spricht ei­nem Plus ge­gen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum von 26 Pro­zent. Das geht aus ei­ner Ant­wort des Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge der Links­frak­ti­on her­vor, aus der die Zei­tun­gen des Re­dak­ti­ons­netz­werksDeutsch­land (RND) zi­tie­ren.

Am stärks­ten war dem­nach der Ehe­gat­ten­nach­zug mit 8900 Per­so­nen aus der Tür­kei (plus 43 Pro­zent) und aus dem Li­ba­non (3637, plus 73 Pro­zent). Es han­delt sich da­bei in ers­ter Li­nie um sy­ri­sche Flücht­lin­ge, die aus die­sen Län­dern nach Deutsch­land ge­kom­men sind. An drit­ter Stel­le lag beim Fa­mi­li­en­nach­zug In­di­en (2473, plus 16 Pro­zent). Vor­aus­set­zung für den Ehe­gat­ten­nach­zug ist in ei­ni­gen Fäl­len der er­folg­rei­che Nach­weis deut­scher Sprach­kennt­nis­se. Die deut­schen Be­hör­den ver­weh­ren je­des Jahr mehr als 12 000 Men­schen den Ehe­gat­ten­nach­zug nach Deutsch­land, weil sie den Deutsch­test nicht schaf­fen.

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