Acht Neue bei der Land­tags­wahl

15 Par­tei­en sind für den Ur­nen­gang in Nie­der­sach­sen am 15. Ok­to­ber zu­ge­las­sen

Hannoversche Allgemeine - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN - Von Hei­ko RNnRer­mNnn

Han­no­ver. Das Be­wer­ber­feld für die Land­tags­wahl in Nie­der­sach­sen steht: Der Lan­des­wahl­aus­schuss hat ges­tern 15 Par­tei­en zur Wahl am 15. Ok­to­ber zu­ge­las­sen. Das sind vier mehr als vor fünf Jah­ren, ob­wohl ge­ra­de für die klei­nen Par­tei­en der Zeit­druck durch die vor­ge­zo­ge­nen Neu­wah­len enorm war.

Denn nur die Par­tei­en, die be­reits im Land­tag oder im Bun­des­tag ver­tre­ten sind, dür­fen au­to­ma­tisch auch an der Land­tags­wahl teil­neh­men. Al­le an­de­ren müs­sen min­des­tens 2000 Un­ter­stüt­zer­un­ter­schrif­ten vor­le­gen – ei­ne fes­te Zahl, die auch bei ver­kürz­ter Ab­ga­be­frist be­ste­hen bleibt. Dar­über hat­te sich un­ter an­de­rem die Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) be­schwert, wel­che die er­for­der­li­che Zahl den­noch er­reich­te.

Re­pu­bli­ka­ner ge­schei­tert Ver­fehlt wur­de die Quo­te da­ge­gen von den Re­pu­bli­ka­nern, die nur vier Un­ter­schrif­ten bei Lan­des­wahl­lei­te­rin Ul­ri­ke Sachs ein­reich­ten. Eben­so ver­pass­ten das Bünd­nis „De­mo­kra­tie in Be­we­gung“mit 244 Un­ter­stüt­zern und die Par­tei „Die Grau­en“mit 206 Un­ter­schrif­ten das Min­dest­maß deut­lich. Die Par­tei „Bünd­nis der Ge­ne­ra­tio­nen“hat­te gar kei­ne Un­ter­schrift ein­ge­reicht. Al­le vier Par­tei­en wur­den nicht zur Wahl zu­ge­las­sen. In Nie­der­sach­sen le­ben 6,07 Mil­lio­nen Wahl­be­rech­tig­te.

Ge­gen­über der Land­tags­wahl 2013 hat sich das Teil­neh­mer­feld zu­dem stark ver­än­dert: Nur sie­ben der 15 Par­tei­en, die sich dies­mal um Man­da­te be­wer­ben, wa­ren auch vor fünf Jah­ren am Start. Au­ßer den vier im Land­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en CDU, SPD, Grü­ne und FDP wa­ren das die Pi­ra­ten, die Lin­ke und die Frei­en Wäh­ler. Die an­de­ren acht Par­tei­en sind da­ge­gen neu da­bei.

Der Lan­des­wahl­aus­schuss nahm zu­dem ges­tern meh­re­re Kan­di­da­ten ver­schie­de­ner Par­tei­en von den Wahl­lis­ten. In den meis­ten Fäl­len la­gen die Un­ter­la­gen der Kan­di­da­ten nicht voll­stän­dig vor. Ein Fall war be­son­ders tra­gisch: Der Spit­zen­kan­di­dat der Li­be­ral-Kon­ser­va­ti­ven Re­for­mer, Pe­ter Dre­wes, aus Sott­rum (Land­kreis Ro­ten­burg/ Wüm­me) war am Di­ens­tag beim Ab­sturz ei­nes Klein­flug­zeu­ges in der Schweiz ums Le­ben ge­kom­men.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.