Lo­renz Snack will Scha­dens­er­satz vom Bund

Hannoversche Allgemeine - - WIRTSCHAFT -

Der Chips-Her­stel­ler Lo­renz

snack-World hat den Bund we­gen des Ver­kaufs ei­nes kon­ta­mi­nier­ten Grund­stücks bei Uet­ze auf scha­dens­er­satz in Mil­lio­nen­hö­he ver­klagt. Dies teil­te ein spre­cher des Bon­ner Land­ge­rich­tes mit, wo die Kla­ge ein­ge­reicht wur­de.

Das frü­her zur Bahl­senG­rup­pe ge­hö­ren­de Un­ter­neh­men hat­te 1990 vom Bund ein 126 000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Grund­stück nord­öst­lich von Burg­dorf er­wor­ben – das Wald­la­ger Hä­nig- sen. Das Ge­län­de war einst von der Wehr­macht als Mu­ni­ti­ons­la­ger so­wie zur Pro­duk­ti­on von Kampf­stof­fen ge­nutzt wor­den.

Was die Fir­ma nach An­ga­ben des Ge­richts erst nach dem Kauf durch ein Gut­ach­ten 1994 er­fuhr: Das Grund­stück soll mit ei­ner gro­ßen Men­gen Ar­sen-Kampf­stoff und schwer­me­tal­len ver­seucht sein. Der Bund, ver­tre­ten durch die Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­li­en­auf­ga­ben mit sitz in Bonn, hat die Kon­ta­mi­na­ti­on bis­her be­strit­ten. Al­ler­dings kam ein wei­te­res Gut­ach­ten 2014 zu dem Er­geb­nis, dass das ri­si­ko dort un­kal­ku­lier­bar sei, weil nicht klar sei, wie vie­le ge­fähr­li­chen stof­fen im Erd­reich la­ger­ten. Ei­ne voll­stän­di­ge sa­nie­rung des Grund­stücks kos­te min­des­tens 880 000 Eu­ro. Die­se sum­me für die Ent­sor­gung der schad­stof­fe so­wie die Kos­ten für Ab­sper­rung und Be­wa­chung des Are­als in Hö­he von wei­te­ren 180 000 Eu­ro for­dert Lo­renz snack nun vom Bund.

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