Wie­der Tu­mul­te bei AfD-Ver­an­stal­tung

Bun­des­vor­sit­zen­der Meu­then spricht auf dem Ge­orgs­platz / Ord­ner be­dro­hen Jour­na­lis­ten

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER - VON TO­BI­AS MORCH­NER

Er­neut ist es bei ei­ner Wahl­kampf­ver­an­stal­tung der AfD zu Tu­mul­ten ge­kom­men. Geg­ner der Par­tei stör­ten die Re­de des Bun­des­vor­sit­zen­den Jörg Meu­then vor rund 170 Zu­hö­rern mit Tril­ler­pfei­fen. Als Re­por­ter das do­ku­men­tie­ren woll­ten, wur­den sie von Ord­nern und Teil­neh­mern der Ver­an­stal­tung be­schimpft und be­droht. „Ich hau’ dir auf die Fres­se“, war ei­ner der Sät­ze, die auf dem Platz fie­len. Die Po­li­zei schal­te­te sich ein und be­ru­hig­te die Si­tua­ti­on.

Zehn Ge­gen­de­mons­tran­ten wur­den der Ver­an­stal­tung ver­wie­sen. Sie misch­ten sich un­ter die üb­ri­gen rund 60 Ge­gen­de­mons­tran­ten, die sich auf der ge­gen­über­lie­gen­den Sei­te des Ge­orgs­plat­zes ge­trof­fen hat­ten. Ge­gen ei­nen AfD-An­hän­ger, der das Num­mern­schild an sei­nem Au­to teil­wei­se über­klebt hat­te, lei­te­te die Po­li­zei Er­mitt­lun­gen we­gen Ur­kun­den­fäl­schung ein.

Die Par­tei hat­te ei­ni­ges auf­ge­bo­ten, um Zu­hö­rer auf den Platz zu lo­cken. Brat­wurst und al­ko­hol­frei­es Bier gab es um­sonst. Meu­then kri­ti­sier­te in sei­ner Re­de zu­nächst al­le eta­b­lier­ten Par­tei­en scharf. Die Si­cher­heit und Ord­nung im Land sei­en not­lei­dend und das sei die Schuld der CDU, sag­te der Par­tei­vor­sit­zen­de. Das Han­dy­netz in Deutsch­land sei schlech­ter als das ei­nes Drit­te-Welt-Lan­des.

Zum Schluss sei­nes rund 30-mi­nü­ti­gen Auf­tritts for­der­te er „ge­schlos­se­ne Gren­zen für die Mi­gran­ten­schar“und ein En­de des Eu­roRet­tungs­schirms.

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