Po­li­zei will Sex­tä­ter ent­las­sen

Mit­ar­bei­ter ha­be vor Kin­dern mas­tur­biert

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER -

Die Po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver strebt die Ent­las­sung ei­nes ver­ur­teil­ten Sex­tä­ters an. Der 49-Jäh­ri­ge fiel im ver­gan­ge­nen Jahr auf, als er am Masch­see in der Öf­fent­lich­keit un­ter an­de­rem vor Kin­dern mas­tur­biert hat­te. „Das Kün­di­gungs­ver­fah­ren läuft“, be­stä­tigt Kath­rin Pfeif­fer, Spre­che­rin der Po­li­zei­di­rek­ti­on. Ob der lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter die Di­rek­ti­on je­doch ver­las­sen muss, ist noch nicht ent­schie­den.

Nach An­ga­ben von Han­no­vers Ober­staats­an­walt Tho­mas Klin­ge ist der Mann be­reits rechts­kräf­tig ver­ur­teilt wor­den. „Der Fall ist er­le­digt“, sagt er. Das Amts­ge­richt hat­te den 49-Jäh­ri­gen An­fang Fe­bru­ar zu ei­ner acht­mo­na­ti­gen Be­wäh­rungs­stra­fe we­gen des se­xu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern ver­ur­teilt. Als sol­chen wer­tet das Straf­ge­setz­buch die zur Last ge­leg­te Tat, auch wenn es nicht zu Be­rüh­run­gen mit Per­so­nen un­ter 14 Jah­ren ge­kom­men ist. Wenn se­xu­el­le Hand­lun­gen vor ei­nem Kind vor­ge­nom­men wer­den, be­trägt der Straf­rah­men drei Mo­na­te bis fünf Jah­re.

Der 49-Jäh­ri­ge ar­bei­tet bei der Po­li­zei­di­rek­ti­on an der Wa­ter­loo­stra­ße, er ist Zi­vil­be­schäf­tig­ter der Be­hör­de und kein Po­li­zist. Be­am­te wür­den ih­ren Sta­tus au­to­ma­tisch ver­lie­ren, wenn sie zu ei­ner Frei­heits­stra­fe von ei­nem Jahr oder mehr ver­ur­teilt wer­den. Ob und wann der ver­ur­teil­te 49-Jäh­ri­ge mög­li­cher­wei­se ent­las­sen wird, steht noch nicht fest.

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