Hip-Hop, Jazz und Gin in der Ur­zeit-Dis­co

Da ist Mu­sik drin: Am Wei­den­damm 8 hat der Club Nie­mands­land er­öff­net

Hannoversche Allgemeine - - STADTLEBEN - Von Swant­je Schu­rig

Jazz oder Hip-Hop? Han­no­ver be­kommt ei­nen neu­en Club, der bei­des kann. Er nennt sich Nie­mands­land und re­si­diert ab so­fort im Haus Wei­den­damm 8. Am Don­ners­tag gab es dort ei­ne sehr gut be­such­te Er­öff­nung – al­ler­dings noch oh­ne Hip-Hop, son­dern für die Frak­ti­on Jazz und Gin. Die Kom­bi­na­ti­on soll es dort künf­tig je­den Don­ners­tag ge­ben. Da­hin­ter ste­cken – der Na­me des Clubs lässt es ver­mu­ten – die Pro­du­zen­ten des han­no­ver­schen Nie­mand-Gins, Tor­ben Pa­ra­diek und Se­bas­ti­an Ot­to.

Wei­den­damm 8? Die äl­te­ren und die sehr viel äl­te­ren Jahr­gän­ge dürf­ten sich er­in­nern: Dies war auch die Adres­se von ei­nem der Ge­burts­häu­ser des han­no­ver­schen Dis­co-Ge­sche­hens. Schon 1959 er­öff­ne­te in dem La­den ei­ne der ers­ten deut­schen Dis­co­the­ken über­haupt. Sie hat­te den heu­te doch et­was pro­sa­isch klin­gen­den Na­men Ton & Plat­ten­stu­di­os. In der be­weg­ten Ge­schich­te des Kom­ple­xes re­si­dier­ten im Hin­ter­hof auch der Coun­tryclub Nash­ville und im Ober­ge­schoss das Pep­per­mint Park Stu­dio. Die Fu­rys und Ter­ry Ho­ax nah­men hier ei­ni­ge ih­rer Hits auf, Mous­se T. star­te­te dort sei­ne Kar­rie­re als Pro­du­zent und Re­mi­xer. Schließ­lich fin­det sich dort Sem Kök­sals Club Wei­den­damm, ein Hots­pot für elek­tro­ni­sche Tanz­mu­sik.

Kök­sal ist auch Ei­gen­tü­mer des Lo­kals, in dem jetzt Ot­to und Pa­ra­diek für Gin und Jazz sor­gen. Zur Pre­mie­re spiel­ten am Don­ners­tag Kon­tra­bas­sis­tin Cla­ra Däu­bler und Sa­xo­fo­nist Fynn Groß­mann, bei­de Stu­den­ten von der Mu­sik­hoch­schu­le. Ge­bo­ten wird al­so Fein­kost – an der Bar wie an den In­stru­men­ten.

Am heu­ti­gen Sonn­abend öff­nen Dal­lul Te­kie und Je­re­my Dan­ka den Club erst­mals für die Hip-HopFrak­ti­on. Beats von der Plat­te, ge­sun­gen und ge­rapt wird auch li­ve. Um 23 Uhr geht’s los (Ein­tritt 6 Eu­ro).

Club im Trep­pen­haus – hier wur­de schon 1959 ge­tanzt. Se­bas­ti­an Ot­to (un­ten, l.) und Tor­ben Pa­ra­diek schen­ken ih­ren Nie­mand-Gin aus.

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