Fi­na­le mit Fi­nanz­lü­cke

Do­cu­men­ta-Chef: Al­le wuss­ten um Kos­ten

Hannoversche Allgemeine - - KULTUR & LEBEN - Von Dd­niel Alexd­n5er Sch­dcht

We­gen der Vor­wür­fe ei­ner fi­nan­zi­el­len „Ka­ta­stro­phe“der Do­cu­men­ta 14 ha­ben sich de­ren Team und ihr künst­le­ri­scher Lei­ter Adam Szymc­zyk jetzt an die Öf­fent­lich­keit ge­wandt: Szymc­zyks Kon­zept ei­ner Do­cu­men­ta an zwei Or­ten, in Kassel und At­hen, sei be­reits 2013 „sämt­li­chen ver­ant­wort­li­chen Par­tei­en ge­gen­über deut­lich kom­mu­ni­ziert wor­den“. Trotz­dem sei­en seit Som­mer 2016 „kei­ne zu­sätz­li­chen Mit­tel für not­wen­dig be­fun­den“wor­den, heißt es in der vor dem Fi­na­le der Kunst­schau an die­sem Wo­che­n­en­de pu­bli­zier­ten Er­klä­rung.

Da­mit re­agier­te Szymc­zyk auf die von Kas­sels Ober­bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Ge­sel­le be­stä­tig­ten Be­rich­te, dass die Stadt und das Land Hes­sen den Be­trieb der Me­ga­s­chau mit Bürg­schaf­ten von 7 Mil­lio­nen Eu­ro si­chern muss­ten. Ge­sel­le hat­te er­klärt, seit En­de Au­gust von dem Fi­nanz­loch zu wis­sen.

Nach Darstel­lung von Szymc­zyk und sei­nem Team ist in­des schon viel län­ger klar, dass die Do­cu­men­ta nicht aus­kömm­lich fi­nan­ziert sei. Es lie­ge auf der Hand, dass ei­ne Kunst­schau, die statt an ei­nem an zwei Or­ten statt­fin­det, die über­dies zeit­ver­setzt star­tet und da­mit 163 Ta­ge dau­ert, mehr Geld kos­tet als die vor­an­ge­gan­ge­ne Do­cu­men­ta. Die Do­cu­men­ta 13 hat­te vor fünf Jah­ren 905 000 Be­su­cher ge­fun­den und gilt da­mit als die er­folg­reichs­te in der 62-jäh­ri­gen Ge­schich­te die­ses Aus­stel­lungs­for­mats. Die Vor­fi­nan­zie­rung der Kunst­schau durch Stadt, Land und die Kul­tur­stif­tung des Bun­des lag bei 18,5 Mil­lio­nen Eu­ro, et­wa die­sel­be Sum­me soll­te durch Ti­cket­ver­käu­fe hin­zu­kom­men.

Zwar sol­len Be­su­cher­zah­len erst nach Aus­stel­lungs­en­de ver­öf­fent­licht wer­den, doch jetzt ver­lau­te­te be­reits, für die Do­cu­men­ta sei­en in Kassel 850 000 Ti­ckets ver­kauft wor­den. In At­hen ha­be man 330 000 Be­su­che ge­zählt. Dort war al­ler­dings der Ein­tritt frei, so­dass sich die Be­su­che nicht in Ein­nah­men nie­der­ge­schla­gen ha­ben. Au­ßer­dem, be­ton­te ein Spre­cher der Stadt Kassel, las­se sich we­gen mög­li­cher Mehr­fach­be­su­cher kei­ne Ge­samt­zahl er­mit­teln.

Der Stand der Kunst:

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