Bom­be ge­gen Mit­ter­nacht ent­schärft

Eva­ku­ie­rung dau­ert drei St­un­den

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER - Von Ma­nu­el Beh­rens

Um 23.50 Uhr am Mitt­woch­abend war die Ar­beit für Spreng­meis­ter Mar­cus Rausch und sein Team ge­tan: Nach ei­ner hal­ben St­un­de war die bri­ti­sche 250-Ki­lo-Welt­kriegs­bom­be ent­schärft. „Wir hat­ten ein paar Schwie­rig­kei­ten zu Be­ginn, dann hat die Ent­schär­fung gut funk­tio­niert“, sag­te Rausch.

Rund 10 000 Men­schen in Vah­ren­hei­de muss­ten um 20 Uhr ih­re Woh­nun­gen ver­las­sen, nach vier St­un­den konn­ten sie zu­rück­keh­ren. Be­son­ders groß war die Er­leich­te­rung über das En­de der Ent­schär­fung in der Un­ter­kunft an der Her­schel­schu­le: Mehr als 1000 Men­schen hat­ten hier aus­ge­harrt. 600 Sa­ni­tä­ter, Feu­er­wehr­leu­te und Po­li­zis­ten wa­ren ins­ge­samt im Ein­satz.

Der Blind­gän­ger war ge­gen Mit­tag bei Stra­ßen­bau­ar­bei­ten an der Ecke Ika­rusal­lee/Al­ter Flug­ha­fen ent­deckt wor­den. Ei­ni­ge Be­trof­fe­ne aus dem ein Ki­lo­me­ter gro­ßen Eva­ku­ie­rungs­ra­di­us be­klag­ten sich dar­über, zu spät über die Räu­mung in­for­miert wor­den zu sein. „War­um ist nicht schon am Nach­mit­tag ein Laut­spre­cher­wa­gen durch die Stra­ßen ge­fah­ren?“, frag­te et­wa An­woh­ne­rin An­ke Klug. Laut Gi­an­ni Hil­li­ger von der Feu­er­wehr Han­no­ver wa­ren Laut­spre­cher­wa­gen ab 18.30 Uhr im Sperr­ge­biet un­ter­wegs. „Bis die Ein­satz­kräf­te der frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren von ih­rer Ar­beit zum Sperr­ge­biet kom­men kön­nen, ver­geht Zeit.“

Ab 20 Uhr for­der­te die Po­li­zei An­woh­ner dann auf, ih­re Woh­nun­gen zu ver­las­sen. Zahl­rei­che Men­schen blie­ben trotz­dem in den Häu­sern. So dau­er­te es gut drei St­un­den, bis im Sperr­ge­biet für Si­cher­heit ge­sorgt wer­den konn­te.

Kampf­mit­te­l­ex­per­ten ver­la­den den ent­schärf­ten Blind­gän­ger.

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