Seit 150 Jah­ren Hil­fe bei „Noth und Ka­la­mi­tä­ten“

Das Deut­sche Ro­te Kreuz in der Re­gi­on Han­no­ver fei­ert mit ei­nem Emp­fang im Re­gi­ons­haus ei­nen run­den Ge­burts­tag

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER - VON BErnd Haa­se

Der Ver­ein soll „durch au­gen­blick­li­che Hülfs­leis­tung bei Lan­de­s­ka­la­mi­tä­ten wie Krieg, Feu­ers­brüns­te, Über­schwem­mun­gen und Seu­chen Noth er­leich­tern“. So stand es in der Grün­dungs­ur­kun­de des „Va­ter­län­di­schen Frau­en­ver­eins Han­no­ver“un­ter dem Dach des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes (DRK) im Jahr 1867. Das DRK in der Lan­des­haupt­stadt und dem Um­land fei­ert nun 150 Jah­re und ei­ni­ge Fu­sio­nen spä­ter als Re­gi­ons­ver­band ein sehr run­des Ju­bi­lä­um.

Krieg, Feu­ers­brüns­te, Über­schwem­mun­gen und Seu­chen sind in Mit­tel­eu­ro­pa mitt­ler­wei­le zum Glück kei­ne gro­ßen The­men mehr, aber so­zia­le Ka­la­mi­tä­ten sehr wohl. „Der Text aus der Grün­der­zeit ist des­halb heu­te noch ak­tu­ell“, sag­te Han­no­vers stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­mann beim Ju­bi­lä­ums­emp­fang im Re­gi­ons­haus. Das DRK ste­he als Syn­onym für Hil­fe jeg­li­cher Art und sei aus dem Le­ben von 1,2 Mil­lio­nen Men­schen im Raum Han­no­ver nicht weg­zu­den­ken, be­fand Michae­la Micha­lo­witz, stell­ver­tre­ten­de Re­gi­ons­prä­si­den­tin und selbst beim Ro­ten Kreuz ak­tiv.

Der ehe­ma­li­ge Vor­stand Ul­rich Werk­meis­ter lie­fer­te wäh­rend des Emp­fangs ei­nen mit Fo­tos hin­ter­leg­ten Par­force­ritt durch die nun wirk­lich er­eig­nis­rei­che Ge­schich­te des Ro­ten Kreu­zes. Im­mer wie­der wur­de da­bei ei­nes deut­lich: Vie­les, was das DRK heu­te noch tut, gab es in den An­fangs­zei­ten auch schon – nur un­ter be­grenz­te­ren tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten und an­de­ren Na­men: Der Ret­tungs­dienst hieß zu­nächst Sa­ni­täts­ko­lon­ne, die eins­ti­ge Kran­ken­kü­che ist heu­te un­ter dem Be­griff „Es­sen auf Rä­dern“be­kannt.

Je­mand ha­be ein­mal aus­ge­rech­net, dass das Ro­te Kreuz in sei­ner heu­ti­gen Er­schei­nungs­form in mehr als 140 un­ter­schied­li­chen Auf­ga­ben­ge­bie­ten tä­tig sei, bi­lan­zier­te Werk­meis­ter. Prä­si­dent Tho­mas De­cker fass­te in ei­nem Satz zu­sam­men, was die welt­weit agie­ren­de Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on im Kern aus­macht: „DRK be­deu­tet für die Ak­ti­ven ganz viel Ar­beit, aber auch ganz viel Freu­de.“

Letz­te­res galt an die­sem Tag für den 62-Jäh­ri­gen De­cker in be­son­de­rem Ma­ße. Der Ber­li­ner Mar­cus Jan­ßen, Bun­des­lei­ter des Ju­gend­rot­kreu­zes, über­reich­te ihm die nach dem Rot-Kreuz-Grün­der be­nann­te Hen­ry-Dun­ant-Pla­ket­te und da­mit die höchs­te Aus­zeich­nung, die die Or­ga­ni­sa­ti­on zu ver­ge­ben hat.

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