Schos­tok nennt Er­mitt­lun­gen „Thea­ter“und plant ei­ne neue Of­fen­si­ve

Hannoversche Allgemeine - - HANNOVER -

Ober­bür­ger­meis­ter Ste­fan Schos­tok

(SPD) will die Un­treue-Vor­wür­fe ge­gen ihn nicht hin­neh­men. „Ich hof­fe, die Ver­dachts­mo­men­te in der nächs­ten Wo­che ent­kräf­ten zu kön­nen“, sagt Schos­tok am Don­ners­tag am Ran­de des OB-Aus­schus­ses. Es ge­be gu­te Grün­de, die Vor­wür­fe aus­zu­räu­men. Zugleich kün­digt der OB an, po­li­ti­sche Atta­cken zu kon­tern. „Das Thea­ter will ich so schnell wie mög­lich be­en­den.“Bis­her ha­be er ge­schwie­gen, um das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ge­gen Kul­tur­de­zer­nent Harald Här­ke nicht zu ge­fähr­den. „An Rück­zug ist über­haupt nicht zu den­ken“, sagt Schos­tok.

Ge­gen Han­no­vers OB lau­fen straf­recht­li­che Er­mitt­lun­gen. Am Di­ens­tag sind sein Bü­ro und sei­ne Woh­nung durch­sucht wor­den. Dar­über hin­aus prüft das In­nen­mi­nis­te­ri­um, ob ge­gen Schos­tok ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten ist. Die Er­mitt­ler kon­fis­zier­ten auch Schos­toks Smart­pho­ne. In­zwi­schen ha­be er sei­ne SIM-Kar­te wie­der, je­doch müs­se er sei­ne rund 1400 Kon­takt­num­mern wie­der ein­pfle­gen.

„Ich bin psy­chisch sta­bil“, sagt er. Für ihn sei es nicht un­ge­wöhn­lich, wo­chen­lang mit vier­ein­halb St­un­den Schlaf pro Nacht aus­zu­kom­men. Noch im­mer ge­he er mit Freu­de ins Rat­haus. „Ich bin ein Op­ti­mist“, sagt er. Wenn er sei­ner Mut­ter glau­ben dür­fe, sei er mit ei­nem La­chen auf die Welt ge­kom­men, und nicht wie die meis­ten Ba­bys mit ei­nem Wei­nen.

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