Mehr Geld für Schutz vor Wöl­fen

Um­welt­mi­nis­ter for­dern Rechts­si­cher­heit für Ab­schuss von auf­fäl­li­gen Tie­ren

Hannoversche Allgemeine - - NIEDERSACHSEN & DER NORDEN -

Bre­men. Bau­ern kön­nen In­ves­ti­tio­nen zum Schutz vor Wöl­fen künf­tig zu 100 Pro­zent vom Staat fi­nan­ziert be­kom­men. Das hat die EU-Kom­mis­si­on jetzt be­schlos­sen, wie das Agrar­mi­nis­te­ri­um Meck­len­bur­gVor­pom­mern am Frei­tag bei der Um­welt­mi­nis­ter­kon­fe­renz in Bre­men mit­teil­te. Bis­her konn­ten die Hal­ter von Wei­de­tie­ren wie Scha­fen und Rin­dern nur bis zu 80 Pro­zent der Kos­ten für wolfs­si­che­re Zäu­ne oder Her­den­schutz­hun­de von den Län­dern er­setzt be­kom­men. Neu ist laut Schwe­rins Res­sort­chef Till Back­haus (SPD) auch, dass künf­tig in­di­rek­te Schä­den wie die Be­hand­lungs­kos­ten ge­ris­se­ner Tie­re oder die Kos­ten für die Su­che nach ver­spreng­ten Tie­ren gel­tend ge­macht wer­den kön­nen.

Hol­ger Bu­sch­mann, Vor­sit­zen­der des Na­tur­schutz­bun­des Deutsch­land in Nie­der­sach­sen, be­grüß­te die Er­hö­hung der In­ves­ti­ti­ons­mit­tel. „Durch ei­ne 100-pro­zen­ti­ge För­de­rung des Lan­des könn­te die Ak­zep­tanz des Wolfs in un­se­rer Kul­tur­land­schaft ge­stei­gert wer­den“, sag­te er. „Wir er­war­ten, dass das Land Nie­der­sach­sen der Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on folgt.“Vor al­lem Wei­de­tier­hal­ter wür­den durch die För­de­rung ent­las­tet.

Zum Ab­schluss der Ta­gung, an der auch Nie­der­sach­sens Res­sort­chef Olaf Lies (SPD) teil­nahm, for­der­ten die Mi­nis­ter ei­ne kla­re recht­li­che Re­ge­lung zum Ab­schuss von auf­fäl­li­gen Wöl­fen. Die Bun­des­re­gie­rung ha­be zu­ge­sagt, nun zü­gig für ei­ne sol­che Re­ge­lung zu sor­gen, sag­te der Vor­sit­zen­de der Um­welt­mi­nis­ter­kon­fe­renz, der Bre­mer Um­welt­se­na­tor Joa­chim Lohse (Grü­ne).

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