Loui­se Hay: Du bist ein Ge­schenk

Du bist ein Ge­schenk

Happinez - - Inhalt -

Wenn wir Ak­zep­tanz ge­gen­über äu­ße­ren Er­eig­nis­sen und Um­stän­den prak­ti­zie­ren wol­len, müs­sen wir auch nach in­nen schau­en und be­reit sein, un­ser au­then­ti­sches Selbst vor­be­halt­los an­zu­neh­men. Da­zu ist es wich­tig, dass wir uns von den Er­war­tun­gen an­de­rer Men­schen ge­nau­so be­frei­en, wie von un­se­ren ei­ge­nen un­ge­sun­den Idea­len und Wert­vor­stel­lun­gen. Es exis­tie­ren vie­le un­ter­schied­li­che For­men des Ver­lus­tes – und den­noch gilt für al­le eins: Der Hei­lungs­pro­zess be­ginnt in dem Mo­ment – und nur dann – wenn wir die­sen Ver­lust als re­al an­er­ken­nen. Ob es sich da­bei um et­was han­delt, das in der äu­ße­ren Welt ge­schah, oder um ei­ne un­se­rer Er­war­tun­gen an das Le­ben, die sich nicht so er­füll­te, wie wir uns das ge­wünscht ha­ben – Hei­lung ist im­mer mög­lich. Wenn wir den Schmerz nicht nur zu­las­sen, son­dern be­reit sind ihn wirk­lich zu füh­len, zu hei­len und uns von un­se­ren vor­ge­fass­ten Er­war­tun­gen zu lö­sen, er­war­tet uns ein gro­ßes Ge­schenk: Wir le­ben viel­leicht zum ers­ten Mal im ge­gen­wär­ti­gen Au­gen­blick. Neh­men wir bei­spiels­wei­se den Ver­lust der Ar­beit. Ar­beits­los zu wer­den ist für vie­le Men­schen über­aus schmerz­lich. Das rührt zwei­fel­los da­her, dass in un­se­rer Kul­tur „Tun“und „Sein“ver­wech­selt wer­den. Mit an­de­ren Wor­ten, irr­tüm­lich glau­ben wir, das was wir tun, de­fi­nie­re, was wir sind. Es wird so viel Wert auf die Ar­beit als Le­bens­un­ter­halt ge­legt, dass wir, wenn die­se weg­fällt, uns rat­los fra­gen: Wer bin ich jetzt noch? Bei ei­ner Kün­di­gung sagt man uns oft, es sei nichts Per­sön­li­ches, was so zu ver­ste­hen ist, dass der Ar­beit­ge­ber nichts ge­gen uns hat. Doch für uns als Be­trof­fe­ne ist es ab­so­lut per­sön­lich! Es tut weh, wenn wir ge­glaubt ha­ben, un­ser Tun sei für un­se­ren Ar­beit­ge­ber von gro­ßem Wert, und man uns dann zu vers­te- hen gibt, dass man künf­tig auch sehr gut oh­ne uns aus­kommt. Kein Wun­der, dass sich vie­le Men­schen, de­nen ge­kün­digt wur­de, an­schlie­ßend oft wert­los füh­len. Was kön­nen wir al­so tun, wenn wir fest­stel­len, dass wir un­se­ren Ver­lust durch­aus per­sön­lich neh­men? Es ist wich­tig, dass wir uns klar­ma­chen, dass auch die Hei­lung ei­ne ganz per­sön­li­che Sa­che ist. Sa­ge dir in sol­chen Pha­sen min­des­tens drei­mal täg­lich 20 Mal: Ich bin wert­voll! Und das am bes­ten vor ei­nem Spie­gel. Den­ke dar­an, dass nur wich­tig ist, was du bist – nicht, was du tust. Der Wert ei­nes Men­schen hängt nicht da­von ab, wel­cher Ar­beit er nach­geht oder ob er über­haupt Ar­beit hat. Vie­le Men­schen glau­ben, Ak­zep­tanz be­deu­te, das, was ge­sche­hen ist, gut­zu­hei­ßen und okay zu fin­den. Tat­säch­lich geht es aber dar­um, die Rea­li­tät, dass wir ei­ne Ver­lus­ter­fah­rung ma­chen muss­ten, an­zu­er­ken­nen. Vom Sta­di­um der Leug­nung – das hät­te ein­fach nicht pas­sie­ren dür­fen – wei­ter zu ge­hen zum Sta­di­um der Ak­zep­tanz : Es ist pas­siert. Schwe­re Zei­ten kön­nen uns dar­an er­in­nern, dass un­se­re Be­zie­hun­gen zu an­de­ren Men­schen ein Ge­schenk sind. Ver­lus­te kön­nen uns dar­an er­in­nern, das Le­ben selbst als Ge­schenk zu be­trach­ten. Und wir soll­ten nie ver­ges­sen, uns selbst zu lie­ben. Wir ver­die­nen es, denn wir sind ein Ge­schenk. Loui­se Hay gilt als ei­ne der füh­ren­den Au­to­rin­nen der spi­ri­tu­el­len Sze­ne. Un­se­re Tipps: „Das Le­ben liebt dich!“, 7 spi­ri­tu­el­le Übun­gen für Kör­per und See­le“, LEO Ver­lag. Au­ßer­dem: Loui­se Hay & Da­vid Kess­ler: „Hei­le dein Herz: We­ge zur Lie­be und Kraft bei Tren­nung, Ver­lust und Ab­schied“, Al­le­gria Ver­lag

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.