Gods Of Egypt

HD TV - - Inhalt 6.2016 - FAL­KO THEUNER

Ein we­nig er­in­nert Alex Proyas „Gods Of Egypt“schon an frü­he­re „God Of War“-spie­le, denn auch hier kom­men al­ler­lei Fan­ta­sy-mons­ter vor, de­nen der gött­li­che Prot­ago­nist in ei­nem schein­ba­ren „Quick-ti­me-event“zu­min­dest an­ge­deu­tet ei­nen so­ge­nann­ten Fa­ta­li­ty an­ge­dei­hen lässt. Pö­beln­de Mi­no­tau­ren mit den blo­ßen Hän­den zu mas­sa­krie­ren oder mit­tels ge­wor­fe­nem Schwert zu ent­bei­nen ist aber nur ei­ne der Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen des smar­ten Got­tes Ho­rus (Ni­co­laj Cos­ter-wal­dau), seit er sei­nes Au­gen­lich­tes be­raubt wur­de. Hät­te er näm­lich bei­de Au­gen in je­ner Sze­ne, wür­de er auch noch ei­ne zwei­te Par­al­le­le zu „God Of War“er­ken­nen: Die Vi­deo­spiel-ar­ti­gen Cgi-mons­ter. An­ge­fan­gen bei Anu­bis über die Mi­no­tau­ren, die Sphinx oder auch die Rie­sen­schlan­gen er­schei­nen die com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Mons­ter ge­nau­so künst­lich wie die meist san­di­gen Um­ge­bungs­ef­fek­te und die Ku­lis­sen. Aber das hält die Aben­teu­rer, die sich um Ho­rus und sei­nem sterb­li­chen Kum­pel Bek (Bren­ton Thwai­tes) scha­ren, herz­lich we­nig da­von ab ein lo­cker leich­tes Fan­ta­sy-aben­teu­er zu be­strei­ten, das durch lo­cke­re Sprü­che, ra­san­te Si­tua­ti­ons­ko­mik und mär­chen­haf­te Ac­tion vor exo­ti­schen Ku­lis­sen zu un­ter­hal­ten weiß. Nun ist die Fra­ge, in­wie­fern sich die UHDBlu-ray von der Blu-ray un­ter­schei­det.

Schär­fe

Das zu­grun­de­lie­gen­de 2K-mas­ter lässt na­tür­lich kei­ne gro­ßen Un­ter­schie­de be­züg­lich des Schär­fe­gra­des zu. Wie bei so vie­len Uhd-blu-rays liegt auch hier nur ein hoch­ge­rech­ne­tes Bild vor, das theo­re­tisch auch von ei­nem gu­ten Fern­se­her hät­te hoch­ge­rech­net wer­den kön­nen. Hat man den Di­rekt-ver­gleich zur Blu-ray al­ler­dings nicht, wird man ge­ne­rell ein schar­fes Bild vor­fin­den, des­sen Kon­tu­ren le­dig­lich dann ver­schwim­men, so­bald ei­ne Blue­screen-auf­nah­me mit vie­len Um­ge­bungs­ef­fek­ten er­folgt. Na­h­auf­nah­men wir­ken dem­ent­spre­chend meist bril­lant, wäh­rend To­ta­len, in de­nen Bek bei­spiels­wei­se durch ei­ne sich stän­dig ver­än­dern­de Py­ra­mi­de hüpft, in der es per­ma­nent Sand reg­net (79. Min.), lei­der durch das Com­po­sit­ing der gan­zen Ele­men­te recht un­scharf bzw. ver­wa­schen wir­ken.

Kon­trast-durch­zeich­nung

Die durch HDR ge­stei­ger­te Kon­trast-durch­zeich­nung macht sich un­ter an­de­rem in den Si­tua­tio­nen be­merk­bar, in de­nen Bek & Co. den idyl­li­schen Son­nen­un­ter­gang be­trach­ten (z. B. Min. 74 : 50 oder Min. 76). Statt ei­nes hel­len Flecks, des­sen Gren­zen dif­fus ist, zeigt sich die Son­ne hier klar ab­ge­grenzt und von ihr aus­ge­hend bil­den die im­mens vie­len Grau­stu­fen ei­nen Naht­lo­sen Über­gang vom hell- zum dun­kel­ro­ten Him­mel. Die Son­ne ist auch in dem Fall wich­tig, da sich hin­ter ihr der Gott-va­ter Ra ver­birgt (Ge­off­rey Rush), des­sen Spe­zi­al-ef­fekt-las­ti­ger, feu­ri­ger Kampf ge­gen Set im An­satz auch von dem neu­en Kon­trast­um­fang zehrt.

Co­lor-gra­ding

Die Far­ben wur­den nicht noch ein­mal ei­nem Co­lor-gra­ding un­ter­zo­gen, wo­durch die ur­sprüng­li­che Farb-in­ten­ti­on gleich ge­blie­ben ist: Knal­lig Gold soll es sein, mit vie­len schö­nen, bun­ten Far­ben. Die Farb­in­ten­si­tät er­scheint nur mi­ni­mal ge­stei­gert. In­ter­es­sant war zu­dem der tech­ni­sche Aspekt, bei dem wir un­se­ren Test-fern­se­her, den Samsung KS9590, von der Au­to­ma­tik-er­ken­nung des Far­b­raums auf die „Na­tiv“-ein­stel­lung set­zen muss­ten, um den vol­len Far­bum­fang ge­nie­ßen zu kön­nen. Bei den zu­vor ge­tes­te­ten UHDBlu-ray-discs war es ge­nau um­ge­kehrt.

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