Net­flix setzt auf VP9

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Der HEVC-CODEC gilt als Maß­stab, um Uhd-bild­da­ten qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig, aber zugleich ef­fi­zi­ent kom­pri­mie­ren zu kön­nen. Ne­ben dem Broad­cast-be­reich, dar­un­ter DVB-T2, kommt HEVC auch bei der UHD Blu-ray zum Ein­satz. In­ter­net­an­bie­tern ist der Stan­dard je­doch ein Dorn im Au­ge, da für HEVC Li­zenz­kos­ten an­fal­len, die sich für reich­wei­ten­star­ke Strea­m­ing-di­ens­te kaum rech­nen. Googles li­zenz­frei­es Vp9-codec-for­mat fin­det des­halb im­mer mehr An­klang und der Vi­deo-on-de­mand-an­bie­ter Net­flix be­ginnt be­reits mit der Um­stel­lung. Mit­tels Vp9-codec er­hofft sich Net­flix wei­te­re Ein­spa­run­gen bei der Da­ten­ra­te, oh­ne die Bild­qua­li­tät ne­ga­tiv zu be­ein­flus­sen. Zu­dem kön­nen An­dro­id-smart­pho­ne- und -Ta­blet-nut­zer Net­flix-in­hal­te im platz­spa­ren­den Vp9-for­mat her­un­ter­la­den, an­statt sie zu strea­men. Zu­sam­men mit Ama­zon, Goog­le, Mi­cro­soft und wei­te­ren In­ter­net­an­bie­tern will Net­flix den Vp9-stan­dard vor­an­trei­ben und mit dem zu­künf­ti­gen VP10- bzw. Av1-codec die Ef­fi­zi­enz bei der Da­ten­kom­pri­mie­rung wei­ter er­hö­hen. HEVC könn­te da­mit im In­ter­net­be­reich ins Ab­seits rut­schen. Tv-her­stel­ler müs­sen so­mit bei­de Stan­dards un­ter­stüt­zen, um TV- und In­ter­ne­tin­hal­te in best­mög­li­cher Bild­qua­li­tät über die in­te­grier­ten Tu­ner und Apps dar­zu­stel­len.

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