Benq W11000

HD TV - - Sony KD-49XE9005 - CHRIS­TI­AN TROZINSKI

Mit den kom­pak­ten Heim­ki­no­pro­jek­to­ren W2000 und W3000 eta­blier­te Benq ei­ne ex­zel­len­te Full-hd-bild­qua­li­tät zum güns­ti­gen Preis. Ben­qs ers­ter 4K-dlp-pro­jek­tor baut zwar auf ver­gleich­ba­rer Tech­nik auf (Uhd-lam­pe, DLP-CHIP, RGB-RGB-FARb­rad), doch die Darstel­lung von Uhd-qu­el­len soll sicht­bar de­tail­rei­cher ge­lin­gen.

Im W11000 kommt ein ver­gleichs­wei­se auf­wän­dig ge­stal­te­tes Ob­jek­tiv be­ste­hend aus 14 Ele­men­ten zum Ein­satz und die Ge­häu­se­di­men­sio­nen spren­gen gän­gi­ge Wohn­zim­mer­stan­dards. Das THX-LO­GO macht zu­dem so­fort klar, dass es sich hier­bei nicht um ei­nen Li­fe­style-, son­dern um ei­nen ech­ten Heim­ki­no­pro­jek­tor han­delt.

Ver­wechs­lungs­ge­fahr

Nimmt man die Ma­ße, das Ge­wicht, das Ge­häu­se­de­sign, den in­ne­ren Auf­bau und die tech­ni­schen Da­ten ge­nau­er un­ter die Lu­pe, so ist der Benq W11000 kaum vom Acer V9800 zu un­ter­schei­den. Auch bei Ben­qs W11000 ist nur die ers­te Hdmi-schnitt­stel­le zu 4K-si­gna­len kom­pa­ti­bel, Be­dien­ele­men­te am Ge­rät sind hin­ter ei­ner Blen­de ver­steckt, sämt­li­che Ein­stel­lun­gen für Zoom, Fo­kus und Lens-shift müs­sen di­rekt am Ge­rät vor­ge­nom­men wer­den und im In­ne­ren schlum­mern der glei­che 4K-DLP-CHIP und ei­ne 240-Wat­tUhp-lam­pe. Doch je mehr man sich mit den bei­den Ge­rä­ten aus­ein­an­der­setzt, des­to mehr Un­ter­schie­de sind im De­tail er­kenn­bar. So ist der W11000 bes­ser ver­ar­bei­tet und die Lüf­ter­ge­räu­sche wer­den ef­fek­ti­ver un­ter­drückt. Durch das ro­tie­ren­de Farb­rad und ei­ne ak­ti­ve Licht­blen­de fällt das Be­triebs­ge­räusch in Sum­me aber auch beim W11000 nicht so de­zent aus wie er­hofft. Das nied­rigs­te Be­triebs­ge­räusch er­reicht der W11000 im Bild­mo­dus Si­lence, doch dann wird die 4K-in­ter­po­la­ti­on de­ak­ti­viert und das Pi­xel­ras­ter ist deut­li­cher sicht­bar.

4K, aber kein HDR

Das auf­ge­druck­te THX-LO­GO ist nicht nur schmü­cken­des Bei­werk, son­dern

„Statt ab­ge­stuf­ter Kon­tu­ren er­scheint die Pro­jek­ti­on re­gel­recht ana­log und selbst an­spruchs­vol­le 4K-fans wer­den auf ih­re Kos­ten kom­men.“

der W11000 lie­fert ge­ra­de im THX-MO­dus ei­ne na­tür­li­che Bild­dar­stel­lung oh­ne über­trie­ben ge­sät­tig­te Far­ben. Selbst wenn Sie die Durch­schnitts­hel­lig­keit mit­tels Bril­li­ant-co­lour-funk­ti­on an­he­ben, er­reicht der W11000 ei­ne über­zeu­gen­de Film­bild­wie­der­ga­be. Lei­der un­ter­stützt der W11000 kei­ne 3D-si­gna­le, die Tas­te auf der Fern­be­die­nung bleibt wir­kungs­los. Zu­dem kön­nen Hdr-si­gna­le nicht dar­stellt wer­den, der W11000 er­laubt nur ei­ne Sdr-wie­der­ga­be, was an­ge­sichts der li­mi­tier­ten Farb­hel­lig­keit al­ler­dings kein Nach­teil dar­stellt, zu­mal an­de­re Hdr-pro­jek­to­ren ge­ra­de mit 4K60p-hdr-qu­el­len stö­ren­de Ar­te­fak­te er­zeug­ten. Die Ein­ga­be­ver­zö­ge­rung ist mit knapp 50 Mil­li­se­kun­den ge­ra­de noch nied­rig ge­nug, um auch ac­tion­rei­che Vi­deo­spie­le aus­rei­chend prä­zi­se steu­ern zu kön­nen, Si­gna­le mit vol­ler Farb­auf­lö­sung las­sen sich ver­lust­frei um­set­zen. Stö­ren­de Farb­ab­stu­fun­gen er­zeugt der W11000 nicht und auch das Pi­xel­flim­mern in dunk­len Bild­be­rei­chen hat Benq gut im Griff. Je nach Ein­gangs­si­gnal tre­ten Farb­blit­zer in­fol­ge des ro­tie­ren­den Farb­rads bzw. der se­quen­ti­el­len Farb­wie­der­ga­be auf. Soll­ten Sie auf Farb­licht­blit­ze emp­find­lich re­agie­ren, lohnt es sich, in ei­nen al­ter­na­ti­ven 3-Chip-pro­jek­tor zu in­ves­tie­ren. Die gro­ße St­un­de des W11000 schlägt bei 4K-vi­deoo­der Fo­to­auf­nah­men: Ob­wohl der ver­bau­te DLP-CHIP ei­ne Auf­lö­sung von nur knapp Be­leuch­te­te Tas­ten, aber et­was schwam­mi­ge Druck­punk­te. Der 3D-knopf bleibt wir­kungs­los

4 Me­ga­pi­xel auf­weist, ge­lingt der 4K-pi­xels­hift der­art über­zeu­gend, dass selbst feins­te 4K-de­tails sicht­bar sind. So­mit er­reicht der W11000 ei­ne bes­se­re Ge­samt­schär­fe es ein D-ILA- oder Lcd-full-hd-pro­jek­tor mit Pi­xels­hift und selbst So­nys SXRD-4K-PRO­jek­to­ren kön­nen sich kaum ab­set­zen. Durch den Ein­satz nur ei­nes Bild­chips tre­ten beim W11000 kei­ner­lei stö­ren­de Kon­ver­genz­pro­ble­me oder Farb­säu­me auf und feins­te Kon­tu­ren wer­den de­tail-und kon­trast­reich her­aus­ge­ar­bei­tet. Statt ab­ge­stuf­ter Kon­tu­ren er­scheint die Pro­jek­ti­on re­gel­recht ana­log und selbst an­spruchs­vol­le 4K-fans wer­den auf ih­re Kos­ten kom­men. Nach­zieh­ef­fek­te und Aus­leuch­tungs­de­fi­zi­te müs­sen Sie mit die­sem Dlp-pro­jek­tor nicht be­fürch­ten, schnel­le Bild­be­we­gun­gen stellt der W11000 aber nur in 60-Hertz-qua­li­tät dar. So­bald sich Ob­jek­te im Bild zu schnell be­we­gen, tre­ten an Kon­tu­ren leich­te Dop­pel­kon­tu­ren auf, die grün oder vio­lett ver­färbt er­schei­nen. Ei­ne Zwi­schen­bild­be­rech­nung fehlt, 24p-ki­no­film­bil­der wer­den nicht op­ti­mal ver­ar­bei­tet.

Kein Schwarz­ma­ler

Im heim­ki­no­op­ti­mier­ten Raum lässt sich die un­ter­durch­schnitt­li­che Schwarz­dar­stel­lung des Pro­jek­tors kaum ver­ber­gen, hier lohnt sich die In­ves­ti­ti­on in ei­ne mas­kier­ba­re Lein­wand, um zu­min­dest Ki­no­bal­ken bei 21 : 9-Fil­men ent­spre­chend ab­dun­keln zu kön­nen. Der Pi­xel­kon­trast (Wel­tall­sze­nen) über­zeugt zwar, doch so­bald vor­wie­gend düs­te­re Sze­nen dar­ge­stellt wer­den, fällt die Wie­der­ga­be hin­ter die bes­ten LCD-, D-ILA- oder Sxrd-kon­kur­ren­ten zu­rück. Benq ver­sucht stö­ren­des Rest­licht mit­tels dy­na­mi­scher Blen­den­steue­rung zu ver­mei­den, doch selbst mit ein­ge­schal­te­ter Licht­schleu­se kann die Schwarz­dar­stel­lung nicht über­zeu­gen, zu­dem ir­ri­tie­ren Hel­lig­keits­wech­sel durch das Ein­grei­fen der Blen­de. Im­mer­hin tre­ten kei­ne stö­ren­den Ver­fär­bun­gen in dunk­len Bild­be­rei­chen auf, so­dass die Farb­ba­lan­ce je­der­zeit na­tür­lich er­scheint. Wer ge­hofft hat, dass der W11000 auf­grund des ho­hen Prei­ses und des rie­si- gen Ge­häu­ses deut­lich hel­ler strahlt als ein kom­pak­ter W2000, der dürf­te ent­täuscht sein, denn neue Hel­lig­keits­re­kor­de stellt Benq mit dem W11000 nicht auf. Zu­dem ist die Farb­hel­lig­keit li­mi­tiert, am hells­ten fun­keln wei­ße Bild­punk­te.

Ho­her Auf­wand

Benq ge­lingt mit dem W11000 im Ver­gleich zum Acer V9800 ei­ne noch et­was na­tür­li­che­re Bild­ab­stim­mung. Auch bei den Schär­fe­fil­tern kann sich Benq knapp ab­set­zen und das Be­triebs­ge­räusch des W11000 ist mit ak­ti­vier­ter Blen­de deut­lich de­zen­ter. Für 5 000 Eu­ro ist die Kon­trast­dar­stel­lung des W11000 al­ler­dings nicht gut ge­nug und we­der bei der Schwarz- noch Weiß­dar­stel­lung er­war­ten Sie Vor­tei­le im Ver­gleich güns­ti­gen und kom­pak­ten Hd-pro­jek­to­ren. Zu­dem fehlt ei­ne Zwi­schen­bild­be­rech­nung, um ei­ne 4K-qua­li­tät auch in schnel­len Be­wegt­bild­sze­nen si­cher­zu­stel­len. Wer ei­ne mes­ser­schar­fe 4K-fo­to­dar­stel­lung an­strebt, soll­te sich den W11000 da­ge­gen ge­nau­er an­schau­en und auch für 4K-vi­deo­spiel­gra­fi­ken eig­net sich der Pro­jek­tor durch­aus, wenn­gleich far­bi­ge Dop­pel­kon­tu­ren in schnel­len Be­wegt­bild­sze­nen den Schär­feein­druck schmä­lern kön­nen. Film­fans soll­ten auf al­ter­na­ti­ve Mo­del­le zu­rück­grei­fen, die in Sa­chen Schwarz­dar­stel­lung und Zwi­schen­bild­be­rech­nung ein bes­se­res Qua­li­täts­ni­veau er­mög­li­chen. Soll­ten Sie kei­ne 4K-auf­lö­sung an­stre­ben, bie­tet be­reits der W2000 von Benq ei­ne über­zeu­gen­de Bild­qua­li­tät zum güns­ti­gen Preis.

Preis­klas­se 4 999 Eu­ro, Pre­mi­um­preis durch 4K-dlp-tech­nik Sitz­ab­stand Mi­ni­mum: ein­ein­halb­fa­che Bild­hö­he (UHD), drei­fa­che Bild­hö­he (Blu-ray) Auf­stel­lung Ma­nu­el­le Ob­jek­tiv­steue­rung für Zoom/fo­kus und Lens-shift am Ge­rät (ho­ri­zon­tal 27 % und ver­ti­kal 65 %), ver­gleichs­wei­se ho­hes Ge­wicht und Bau­tie­fe, meist ru­hi­ges Lüf­ter­ge­räusch, durch Blen­de und ro­tie­ren­des Farb­rad et­was lau­ter Bild­grö­ßen Hdtv-emp­feh­lung: 2 bis 4 Me­ter Bild­brei­te Be­son­der­hei­ten Bild­tech­nik 1-Chip-dlp-pro­jek­tor, RGB-RGB-FARB­RAD, 240-Wat­tUhp-lam­pe, 0,66-Zol­lUHD-DMD mit 2 716 × 1 538 Bild­punk­ten (4 Me­ga­pi­xel na­tiv) und 4K-pi­xels­hift (8-Me­ga­pi­xel-darstel­lung) 4-Me­ga­pi­xel-dlp-chip mit 4K-pi­xels­hift, Uhd-bild­ver­ar­bei­tung, enor­me De­tail­auf­lö­sung, Pi­xel­ras­ter na­he­zu un­sicht­bar, 12-Volt-trig­ger

Bild­ver­gleich Benq setzt beim W11000 auf ei­ne 4K-dlp-bild­tech­nik, die auch im Acer V9800 zum Ein­satz kommt. Im Ge­gen­satz zum Kon­kur­ren­ten ist ei­ne Hdr-wie­der­ga­be mit dem W11000 nicht mög­lich, Benq be­schränkt die Wie­der­ga­be auf ei­ne 4K-sdr-darstel­lung. Die Farb­dar­stel­lung ge­lingt Benq ab Werk na­tür­li­cher als Acer, ins­be­son­de­re wenn die Bril­li­ant-co­lour-funk­ti­on ein­ge­setzt wird. Der ein­ge­setz­te DLPChip er­laubt ei­ne ex­zel­len­te De­taildar­stel­lung von 4K-qu­el­len, hier bie­tet der W11000 ei­ne noch bes­se­re Qua­li­tät als ver­gleich­ba­re LCDo­der D-ila-full-hd-pro­jek­to­ren mit Pi­xels­hift. Ein­zig in Ex­trem­si­tua­tio­nen kön­nen sich na­ti­ve 4K-pro­jek­to­ren, wie So­nys Sxrd-mo­del­le, ein we­nig ab­set­zen. Nach­tei­le er­ge­ben sich durch die li­mi­tier­te Farb­hel­lig­keit und deut­lich auf­ge­hell­te Schwarz­dar­stel­lung, so­dass der Kon­tras­tein­druck nicht mit D-ILA-, SXRD- oder Lcd-pro­jek­to­ren mit­hal­ten kann. Die ak­ti­ve Blen­de er­zeugt auf­fäl­li­ge Hel­lig­keits­wech­sel und ver­bes­sert die Schwarz­dar­stel­lung kaum. Zu schnel­le Bild­be­we­gun­gen kön­nen far­bi­ge Dop­pel­kon­tu­ren her­vor­ru­fen. Im Ge­gen­satz zum Acer V9800 neigt der W11000 nicht zu stö­ren­den Farb­ab­stu­fun­gen

Die Wie­der­ga­be von 4K-qu­el­len ge­lingt mit­tels DLP-CHIP ex­zel­lent, so­dass Uhd-bil­der äu­ßerst prä­zi­se und na­he­zu ana­log prä­sen­tiert wer­den Sämt­li­che Ein­stel­lun­gen wie Zoom, Fo­kus und Bild­ver­schie­bung müs­sen di­rekt am Ge­rät vor­ge­nom­men wer­den. Die Ver­ar­bei­tung fällt bes­ser als beim Acer V9800 aus Frisch­luft saugt der Pro­jek­tor durch den rech­ten Lüf­tungs­ka­nal (von vorn be­trach­tet) an, die Ab­wär­me wird über den lin­ken Ka­nal nach au­ßen ge­lei­tet

Nur der ers­te Hdmi-an­schluss ist für ak­tu­el­le 4K-qu­el­len ge­eig­net, HDR- und 3D-si­gna­le wer­den nicht un­ter­stützt. Hin­ter ei­ner Blen­de er­hal­ten Sie Zu­griff auf das Be­di­en­feld des Pro­jek­tors

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