Xbox One X im Leis­tungs­ver­gleich

Kon­so­le Xbox One X

HD TV - - News - Preis Ma­ße (BXHXT) Ge­wicht Far­be CPU GPU Ar­beits­spei­cher Da­ten­trans­fer­ra­te 4K-gra­fik-ren­de­ring Vr-un­ter­stüt­zung Uhd-blu-ray-lauf­werk HDR 10 Dol­by Vi­si­on Dol­by At­mos Film/spiel Hdmi-aus­gang (CEC) ad­ap­ti­ve Bild­wie­der­hol­ra­te 499 Eu­ro 30 × 6 × 24 cm 3,8 kg Sc

ei­ne zu stark star­ke Fest­plat­ten­aus­las­tung zu ver­mei­den, soll­te Mi­cro­soft zu­künf­tig an ei­ner bes­se­ren Mul­ti­tas­king-ver­tei­lung ar­bei­ten und ein­zel­ne Funk­tio­nen sper­ren, um das Sys­tem nicht un­be­wusst ver­lang­sa­men zu kön­nen.

Ein­fa­cher Um­zug

Mit ei­ner 14-tä­gi­gen Gra­tis­pha­se für Xbox Live Gold (Cloud-da­ten­spei­che­rung, On­li­ne­ga­ming und Preis­vor­tei­le beim In­ter­net­ein­kauf) und ei­ner ein­mo­na­ti­gen Abo­pha­se für Ga­me Pass (aus­ge­wähl­te Spie­le kön­nen kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den und für die Leih­dau­er ge­nutzt wer­den) kön­nen Sie gleich nach dem Start das reich­hal­ti­ge Spie­le­an­ge­bot ge­nie­ßen, oh­ne ei­ne Disc er­wer­ben zu müs­sen. Da­bei ste­hen nicht nur ak­tu­el­le Spie­le für Xbox One, son­dern auch zahl­rei­che Klas­si­ker für Xbox 360 und Xbox Clas­sic zur Ver­fü­gung. Im Ge­gen­satz zu So­ny und Nin­ten­do er­laubt es Mi­cro­soft, die wich­tigs­ten Spie­le­klas­si­ker der letz­ten 15 Jah­re mit der Xbox One X ab­zu­spie­len. Be­sit­zen Sie ei­ne Disc-ver­si­on ei­nes Spie­le­klas­si­kers, kön­nen Sie die­se eben­falls zur Wie­der­ga­be ver­wen­den, wenn das be­tref­fen­de Spiel on­li­ne auf Xbox Live ge­lis­tet ist. Das Pro­blem: Es wer­den nicht die Disc-da­ten in­stal­liert, son­dern die Da­ten vom Xbox-live-ser­ver. Die Disc dient nur zur Er­ken­nung und der kos­ten­lo­sen Nut­zung der On­li­ne­da­ten, ei­ne di­rek­te Disc-in­stal­la­ti­on ist le­dig­lich bei Xbox-one-spie­len mög­lich. Sollten Sie noch Ga­mes mit der Xbox 360 ab­spie­len, kön­nen Sie die Gra­tis­pha­se von Xbox Live Gold nut­zen, um Ih­re Spei­cher­stän­de in die Cloud zu la­den. Star­ten Sie ein Xbox 360 Spiel mit der Xbox One X, wer­den die Spei­cher­da­ten au­to­ma­tisch auf die neue Kon­so­le her­un­ter­ge­la­den. Sämt­li­che Da­ten wer­den mit Ih­rem Kon­to ver­knüpft, so­dass Sie sich an­mel­den müs­sen, um auf Spie­le und Spiel­stän­de zu­grei­fen zu kön­nen. Die­se An­mel­dung lässt sich äu­ßerst streng vor­ge­ben, so­dass na­he­zu je­de Än­de­rung der

„Im Ide­al­fall er­le­ben Sie ge­sto­chen schar­fe 4K-bil­der oh­ne Kan­ten­flim­mern, der­zeit sind sol­che Er­leb­nis­se aber noch nicht die Re­gel.“

Ein­stel­lun­gen ei­ne Pass­wort­ein­ga­be nach sich zieht. Um die Xbox One X auch ein­mal oh­ne On­li­ne­ver­bin­dung nut­zen zu kön­nen, sollten Sie Ih­re Kon­so­le als Heim­kon­so­le de­fi­nie­ren und die Ein­wahl­ein­stel­lun­gen au­to­ma­ti­sie­ren. Da­durch star­tet die Xbox One X au­to­ma­tisch mit Ih­rem Nut­zer­kon­to und die ge­spei­cher­ten Spie­le las­sen sich auch off­line nut­zen.

Nicht im­mer durch­dacht

Die Dash­board-darstel­lung des Ho­me­screens er­for­dert et­was Ei­n­ar­bei­tungs­zeit, denn Mi­cro­soft rückt vor al­lem die In­ter­net­funk­tio­nen der Box in den Vor­der­grund, was Off­line-spie­ler zu­nächst über­for­dert. Über die Xbox-tas­te ru­fen Sie ein Schnell­aus­wahl­me­nü auf, über die Schul­ter­tas­ten schal­ten Sie die Ru­bri­ken durch. Die bei­den klei­nen Sys­tem­tas­ten in der Mit­te des Con­trol­lers las­sen Sie Spie­le, die im Hin­ter­grund ab­lau­fen, be­en­den, wei­te­re Spiel­in­fos ab­ru­fen oder In­stal­la­ti­ons­hin­wei­se ein­se­hen. Ge­ra­de bei die­sen hät­ten wir uns mehr Trans­pa­renz ge­wünscht: Was ein Spie­lup­date und 4K-en­han­ced-patch wirk­lich bringt, bleibt zu oft im Ver­bor­ge­nen. Im­mer­hin las­sen sich in­stal­lier­te 4K-spiel­da­ten un­ter dem Ver­merk En­han­ced aus der Fül­le an mög­li­chen Spie­len her­aus­fil­tern, al­ler­dings zeig­te die Xbox One X die ent­spre­chen­den Spie­le nicht im­mer kor­rekt an, so­dass wir häu­fig Mi­cro­softs 4K-EN­han­ced-lis­te im In­ter­net be­müh­ten. Un­ter den Ener­gie­ein­stel­lun­gen fin­den Sie ei­nen Schnell­start­mo­dus, der im Test al­ler­dings die Sys­tem­sta­bi­li­tät ne­ga­tiv be­ein­träch­tig­te. Zu­dem schal­tet sich die Xbox bei ge­drückt ge­hal­te­ner Xbox-tas­te nicht so­fort kom­plett aus, son­dern ver­harrt in ei­nem Stand-by­Mo­dus, der je nach Hin­ter­grund­ak­ti­vi­tät bis zu 40 Watt be­an­sprucht. Al­ter­na­tiv steht im Ener­gie­ein­stel­lungs­me­nü die zu­sätz­li­che Op­ti­on der voll­stän­di­gen Sys­tem­ab­schal­tung zur Ver­fü­gung. Auf­grund der leis­tungs­star­ken Hard­ware hat uns der ge­mäch­li­che Sys­tem­start über­rascht: Mit ei­ner Boot­dau­er von knapp 50 Se­kun­den er­wacht die Xbox One X deut­lich lang­sa­mer aus dem Tief­schlaf als ei­ne PS4.

4K-zeit­al­ter

Wäh­rend der ex­trem schnel­le Ar­beits­spei­cher und die ho­he Gra­fi­k­leis­tung der Xbox One X al­les an­de­re im Kon­so­len­be-

reich in den Schat­ten stel­len, bremst die in­ter­ne Fest­plat­te das Sys­tem aus, so­bald mit 4K-da­ten ge­ar­bei­tet wird. Da ein­zel­ne 4K-spie­le die 100-Gb-schall­mau­er durch­bre­chen, sind die frei ver­füg­ba­ren 800 GB Spei­cher der Fest­plat­te sehr schnell be­legt. Im Test nut­zen wir des­halb al­le Usb-3.0-schnitt­stel­len: Ei­ne groß­zü­gi­ge 3,5-Zoll-fest­plat­te dien­te zur Ar­chi­vie­rung der rie­si­gen Da­ten­men­gen, ei­ne schnel­le SSD (mind. 250 GB) küm­mer­te sich um die ak­tu­ell ge­spiel­ten 4K-ga­mes und ein zu­sätz­li­cher Usb-3.0-spei­cher ent­las­te­te die in­ter­ne Fest­plat­te bei den 4K-vi­deo­auf­zeich­nun­gen. Durch Dol­by-at­mos-, Uhd-blu-ray- und Hdmi-kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me ist die Xbox One X noch nicht die voll­ende­te Heim­ki­no­ma­schi­ne, die man sich er­hof­fen durf­te und wirk­lich ru­hig ar­bei­tet die Kon­so­le nur, wenn das Disc-lauf­werk still­steht. Wäh­rend Ga­mes wie „ As­sas­sin‘s Creed Orig­ins“, „Fi­nal Fan­ta­sy XV“, „Mit­tel­er­de: Schat­ten des Krie­ges“, „Star Wars: Batt­le­front 2“und al­len vor­an „For­za Mo­tor­sport 7“zei­gen, wel­che Leis­tung in der Xbox One X schlum­mern, mach­ten an­de­re Ti­tel durch wech­seln­de Tex­t­ur­qua­li­tät, Gra­fik­auf­bau und Gra­fik­feh­ler auf sich auf­merk­sam. Im Ide­al­fall er­le­ben Sie ge­sto­chen schar­fe 4K-bil­der oh­ne Kan­ten­flim­mern, der­zeit sind sol­che Er­leb­nis­se aber noch nicht die Re­gel. Auch die Dash­board-ober­flä­che ar­bei­te­te im Test noch nicht so elegant und schnell, wie man es von solch ei­ner po­ten­ten Hard­ware er­war­ten wür­de. Das Po­ten­zi­al der leis­tungs­stärks­ten Vi­deo­spiel­kon­so­le blitzt be­reits auf, den­noch soll­te Mi­cro­soft auch nach dem Xbox-one-x-start da­ran ar­bei­ten, die Soft­ware wei­ter zu op­ti­mie­ren. Mit der Xbox One X lie­fert Mi­cro­soft die bes­te Gaming-hard­ware seit der Xbox 360 ab, nun ist es an der Zeit, dass die In­hal­te von der Mehr­leis­tung der Box re­gen Ge­brauch ma­chen. Be­sit­zen Sie be­reits ei­ne Fül­le an Xbox-360- und Xbox-one-spie­len, dann ist die Xbox One X ei­ne loh­nens­wer­te In­ves­ti­ti­on, denn die meis­ten Xbox-spie­le zei­gen sich grafisch rund­um ver­bes­sert und dies oh­ne zu­sätz­li­chen Auf­preis.

Gra­fi­k­leis­tung und Lüf­ter­sys­tem fal­len erst­klas­sig aus, bei der CPU und in­ter­nen Fest­plat­te wä­re da­ge­gen mehr mög­lich ge­we­sen. Den­noch ist die kom­pak­te und lei­se Xbox One X ei­ne Blau­pau­se für al­le fol­gen­den Next-ge­ne­ra­ti­on-4k-kon­so­len

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