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Dass Mi­cro­soft ein deut­lich ac­tion­rei­che­res Renn­sport­er­leb­nis als So­ny an­strebt, zeigt sich gleich zu Be­ginn: Sie wer­den un­ver­mit­telt in ein Hoch­ge­schwin­dig­keits­ren­nen durch die Wüs­te ge­wor­fen, ge­folgt von ei­nem Renn­truckKräf­te­mes­sen so­wie ei­nem Wind-und-wet­ter-renn­spek­ta­kel. In der Cock­pit­an­sicht dröh­nen die Mo­to­ren, als wä­ren Chas­sis und Hel­me nicht vor­han­den und Schei­ben­wi­scher vi­brie­ren, als hät­ten die Fahr­zeug­bau­er bei der End­mon­ta­ge ver­ges­sen, die Schrau­ben an­zu­zie­hen. Nicht al­les was „For­za Mo­tor­sport 7“prä­sen­tiert, ver­dient das Prä­di­kat Renn­si­mu­la­ti­on, doch al­le op­ti­schen und akus­ti­schen Tricks, von den Ef­fek­ten über die Ka­mer­a­per­spek­ti­ven bis hin zum Klang, die­nen al­le­samt dem Zweck, mehr Dy­na­mik wäh­rend der Ren­nen zu er­zeu­gen. Apro­pos Ka­mer­a­per­spek­ti­ven: Wäh­rend „GT Sport“für un­se­ren Ge­schmack zu we­nig Aus­wahl bie­tet, wer­den Sie in „For­za Mo­tor­sport 7“mit Si­cher­heit die op­ti­ma­le Au­ßen- oder In­nen­ein­stel­lung fin­den. Der Xbox- Con­trol­ler un­ter­stützt die in­ten­si­ven Ren­nen durch vi­brie­ren­de Schul­ter­tas­ten und ver­mit­telt ein op­ti­ma­les Ge­fühl für die Bo­den­haf­tung der Renn­wa­gen. Da­durch wird „For­za Mo­tor­sport 7“selbst dann zum Er­leb­nis, wenn Sie kein Lenk­rad ver­wen­den.

Um die Kon­trol­le der Fahr­zeu­ge brau­chen sich selbst Ein­stei­ger kaum Ge­dan­ken zu ma­chen, denn zahl­rei­che Fahr­hil­fen und die von For­za-renn­spie­len be­kann­te Rück­spul­funk­ti­on ste­hen zur Ver­fü­gung. Sie ha­ben sich wäh­rend ei­nes Ren­nens ver­bremst oder ein an­de­rer Renn­fah­rer ist Ih­nen re­gel­wid­rig auf­ge­fah­ren? Durch die Rück­spul­funk­ti­on ver­mei­den Sie Frust, neh­men den Ren­nen aber auch Span­nung und Dra­ma­tik. Die Stre­cken­füh­rung der zahl­rei­chen Renn­pis­ten aus­wen­dig ler­nen und je­de Kur­ve op­ti­mal an­brem­sen zu wol­len, ver­kommt da­bei fast schon zur Ne­ben­sa­che. Glück­li­cher­wei­se trifft dies nicht auf den Kar­rie­re­mo­dus zu: Im Ge­gen­satz zur Renn­spiel­kon­kur­renz fällt die­ser in „For­za Mo­tor­sport 7“über­zeu­gend aus und das be­lieb­te Punk­te­sam­meln, um bes­se­re Fahr­zeu­ge frei­zu­schal­ten, mo­ti­viert wie eh und je. Zwar kön­nen Sie sich durch den Kauf der Pre­mi­um-edi­ti­on Vor­tei­le ver­schaf­fen und die Punk­te­jagd be­schleu­ni­gen, aber ein zwang­haf­tes Ver­lan­gen, mehr Geld aus­ge­ben zu müs­sen, ver­spür­ten wir wäh­rend un­se­res Tests nie. Sie brau­chen zu­dem nicht al­le Renn­auf­ga­ben meis­tern, um wei­ter­zu­kom­men und kön­nen sich be­hut­sam vom Ge­braucht­wa­gen bis zum Renn­sport­flit­zer hoch­ar­bei­ten. Tu­ning-tei­le dür­fen eben­falls an­ge­bracht wer­den, um sich Vor­tei­le im Ren­nen zu ver­schaf­fen. Lei­der ste­hen die groß an­ge­kün­dig­ten Wet­ter­ef­fek­te nur auf we­ni­gen Stre­cken zur Ver­fü­gung und so rich­tig dy­na­misch sind die äu­ße­ren Be­din­gun­gen nicht, son­dern die Na­tur­ge­wal­ten set­zen nach vor­ge­ge­be­nen Stre­cken­dis­tan­zen ein, was zu ab­rup­ten Wit­te­rungs­wech­seln führt. Ob „For­za Mo­tor­sport 7“das schöns­te Renn­spiel die­ser Kon­so­len­ge­ne­ra­ti­on ist, liegt im Au­ge des Be­trach­ters. Auf Xbox One X und PCS lie­fert Mi­cro­soft hoch­auf­lö­sen­de 4K-tex­tu­ren und we­ni­ger Flim­mer- und Pop-up-ef­fek­te als die „GT Sport“-kon­kur­renz aus dem Hau­se

Con­trol­ler-ein­stel­lung auf die ma­xi­ma­le Stu­fe an, um Lenk­be­we­gun­gen nach­voll­zieh­bar zu ge­stal­ten. Un­ter­schied­li­che Fahr­hil­fen min­dern das Un­ter­steu­ern und ver­lei­hen ein bes­se­res Ge­fühl für die Bo­den­haf­tung. Hat man sei­ne Lieb­lings­ein­stel­lung ge­fun­den, kehrt der Zau­ber von „Gran Tu­ris­mo“auch in der Sport-ver­si­on zu­rück: Man will je­de Kur­ve sau­ber an­brem­sen, den Wa­gen den­noch am Li­mit be­we­gen und Run­de um Run­de die Stre­cken­zeit ver­bes­sern. Kaum ei­nem Renn­spiel ge­lingt es, ab­seits von gra­fi­schen Ablen­kungs­ma­nö­vern oder ei­ner ac­tion­rei­chen Über­zeich­nung ei­nen der­art gro­ßen Fahr­spaß zu ver­mit­teln. Nur bei der An­pas­sung des Fah­rer­fel­des patzt „GT Sport“auch in der fi­na­len Ver­si­on: Mit ei­ni­gen Wa­gen kön­nen Sie selbst auf dem höchs­ten Schwie­rig­keits­grad das ge­sam­te Fah­rer­feld bin­nen we­ni­ger Ki­lo­me­ter hin­ter sich las­sen, wäh­rend mit an­de­ren Wa­gen der Schwie­rig­keits­grad schwin­del­er­re­gen­de Hö­hen er­reicht. Auch bei den Fahr­prü­fun­gen nimmt die Mo­ti­va­ti­on mit stei­gen­der Stu­fe ab, da nicht et­wa nur die Schwie­rig­keit an­steigt, son­dern auch die Dis­tanz. Ein ein­stün­di­ges Ren­nen oh­ne Fahr­feh­ler und Kol­li­sio­nen meis­tern zu wol­len, dürf­te nur hart­ge­sot­te­ne Renn­spiel­fans bei der Stan­ge hal­ten. „Gran Tu­ris­mo“galt zu PS1-, PS2- und Ps3-zei­ten als die Renn­si­mu­la­ti­on schlecht­hin und der Kult um das Renn­spiel wur­de auch durch ei­nen enor- men Spiel­um­fang und mo­ti­vie­ren­den Kar­rie­re­mo­dus er­reicht. In­halt­lich kann der Ps4-teil den Vor­gän­gern nicht mehr das Was­ser rei­chen und es stellt sich zu­neh­mend die Fra­ge, wes­halb Play­sta­ti­on-fans vier Jah­re auf ein On­li­ne­renn­spiel war­ten muss­ten. So­ny ver­sprach be­reits, dass kostenloser Nach­schub für „GT Sport“in Pla­nung ist, aber ver­gleich­bar zu „Gran Tu­ris­mo 5 Pro­lo­gue“er­scheint „GT Sport“wie ei­ne Vor­ab­ver­si­on für ei­nen voll­wer­ti­gen Se­ri­en­teil. Ob ein „GT 7“über­haupt auf den Markt kom­men wird, darf be­zwei­felt wer­den, denn laut So­ny ist der Fo­kus auf den On­li­ne-renn­sport be­wusst ge­wählt. Soll­te der fi­nan­zi­el­le Er­folg nicht aus­blei­ben, könn­te „GT Sport“die Renn­spiel­se­rie auch lang­fris­tig auf ei­nen völ­lig an­de­ren Kurs füh­ren, der alt­ein­ge­ses­se­ne Gt-fans wei­ter­hin ent­täu­schen, aber neue Gt-fans viel­leicht be­geis­tern wird.

Dass „Fi­nal Fan­ta­sy 15“auch ein Jahr nach der Ver­öf­fent­li­chung mit fri­schen In­hal­ten mo­ti­vie­ren kann, ist kei­nes­falls selbst­ver­ständ­lich, denn als Vi­deo­spie­ler im letz­ten Jahr mit Prinz Noc­tis auf die Rei­se gin­gen, um das Kö­nig­reich sei­nes Va­ters zu­rück­zu­er­obern, war noch nicht ab­seh­bar, dass der neu­es­te Fi­nal-fan­ta­sy-ti­tel ein glo­ba­ler Er­folg wer­den wird. Kaum ein Spiel kann auf ei­ne solch tur­bu­len­te Pro­duk­ti­ons­pha­se zu­rück­bli­cken und fast scheint es, als hät­ten die Ent­wick­ler auch nach der Aus­lie­fe­rung des Spiels nie­mals auf­ge­hört, an al­len Ecken und En­den Fein­tu­ning zu be­trei­ben. Bis zum heu­ti­gen Tag sind 18 Up­dates er­schie­nen und durch die Ver­öf­fent­li­chung zahl­rei­cher Ver­bes­se­run­gen stieg die Spei­cher­grö­ße des Spiels von ehe­mals knapp 50 GB (Disc-da­ten) auf mehr als 80 GB an. So wur­den neue Zwi­schen­se­quen­zen ein­ge­fügt, die die Hand­lung und Be­weg­grün­de der Cha­rak­te­re bes­ser er­klä­ren. Dies trifft be­son­ders auf den wich­tigs­ten Ge­gen­spie­ler zu, der jetzt deut­lich bes­ser in Sze­ne ge­setzt wird als noch in der Ur­sprungs­ver­si­on. Auch aus dem Ki­no­film „Kings­glai­ve“be­kann­te Ge­sich­ter wur­den nun prä­gnan­ter ins Spiel in­te­griert, um der zu­grun­de lie­gen­den Ge­schich­te mehr Ge­wicht zu ver­lei­hen. Je­der Leib­wäch­ter des Prin­zen hat sei­ne ei­ge­ne klei­ne Ne­ben­ge­schich­te spen­diert be­kom­men, in­klu­si­ve in­ter­es­san­ter Ga­me­play-wechsel. Der Re­ga­lia, das kö­nig­li­che Au­to­mo­bil, fährt nun auch quer­feld­ein durch die Land­schaft und zahl­rei­che Mi­nievents zol­len an­de­ren Spiel­mar­ken wie „As­sas­sin‘s Creed“Tri­but. Durch wei­te­re Up­dates wol­len die Ent­wick­ler ei­ne stär­ke­re Ein­be­zie­hung der weib­li­chen Cha­rak­te­re im Spiel er­rei­chen, ein Vor­ha­ben, dass das Ge­samt­bild von „Fi­nal Fan­ta­sy XV“ein­mal mehr stark ver­än­dern könn­te. Kurz­um: Selbst wenn man re­gel­mä­ßig in den Lan­den von „Fi­nal Fan­ta­sy XV“un­ter­wegs ist, wird man stets auf Neu­ig­kei­ten tref­fen. Mit dem Markt­start der Xbox One X zeigt sich „Fi­nal Fan­ta­sy XV“op­tisch von sei­ner schöns­ten Sei­te: Wäh­rend Play­sta­ti­on-pro-be­sit­zer auch nach 12 Mo­na­ten kei­ne ru­ckel­freie 4K- Op­tik ge­nie­ßen dür­fen, wird Xbox- One-x-be­sit­zern das Spie­l­er­leb­nis mit hoch­auf­lö­sen­den Tex­tu­ren und flüs­si­ge­rer Wie­der­ga­be ver­süßt. Spielt man PS4-PRO- und Xbox- One-x-ver­si­on ne­ben­ein­an­der ab, traut man sei­nen Au­gen kaum: Wäh­rend mit der Play­sta­ti­on-fas­sung weit ent­fern­te De­tails ver­schwom­men er­schei­nen, ist der Blick in die Fer­ne mit der Xbox One X glas­klar. So­mit kom­men al­le De­tails des Spiels noch bes­ser zur Gel­tung und das Er­kun­den der lie­be­voll ge­stal­te­ten Um­ge­bun­gen mo­ti­viert wie am ers­ten Tag. Ein­zi­ges Man­ko: Wer ein­hun­dert St­un­den und mehr mit der Ps4-fas­sung ver­bracht hat, wird trotz tech­ni­scher Über­le­gen­heit der Xbox One X das Aben­teu­er nicht noch ein­mal ganz von vorn be­gin­nen wol­len. Spei­cher­stän­de sind zwi­schen Play­sta­ti­on und Xbox lei­der nicht über­trag­bar.

Squa­re Enix nahm sich die Kri­tik zum Spiel zu Her­zen und op­ti­mier­te nicht nur mo­no­to­ne Ka­pi­tel am En­de des Spiels, son­dern auch ein­zel­ne Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de und füg­te neue prak­ti­sche Items hin­zu, die den Spiel­ab­lauf ver­bes­sern. Über ei­ne On­li­ne­ver­bin­dung kön­nen Sie an an­spruchs­vol­len Kämp­fen un­ter Zeit­druck teil­neh­men und wert­vol­le Ver­bes­se­run­gen er­gat­tern, zu­dem wur­de Le­vel­g­ren­ze an­ge­ho­ben, um auch Lang­zeit­spie­ler bei der Stan­ge zu hal­ten. Dem nicht ge­nug, steht die ers­te wasch­ech­te Mul­ti­play­er-er­fah­rung in den Start­lö­chern, so­dass man sei­nen Cha­rak­ter selb­stän­dig ge­stal­ten und mit Freun­den ge­mein­sam Kämp­fe be­strei­ten kann. Da auch 2018 noch lan­ge kein En­de bei der Wei­ter­ent­wick­lung von „Fi­nal Fan­ta­sy XV“in Sicht ist, sollten Spie­ler mit Aben­teu­er­lust re­gel­mä­ßig die Up­dates zum Spiel über­prü­fen, denn die nächste Über­ra­schung könn­te be­reits auf der Fest­plat­te schlum­mern.

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