Die al­te Schu­le

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Der ei­gent­li­che Held des Films ist Ju­de Law – nicht in­halt­lich na­tür­lich, er ist der Ver­rä­ter und Bru­der­mör­der. Aber der de­fi­ni­tiv her­aus­ra­gends­te Darstel­ler der Film­be­set­zung ist der in den letz­ten Jah­ren et­was in der Ver­sen­kung ver­schwun­de­ne 44-jäh­ri­ge Bri­te. Guy Rit­chie ar­bei­te­te schon in den bei­den Sher­lock-hol­mes-fil­men mit ihm zu­sam­men und gab ihm in „King Ar­thur“ei­ne gänz­lich an­de­re Rol­le, in der sich Law er­staun­lich ent­fal­tet hat. Er schafft es (ähn­lich wie in sei­ner jüngs­ten Pa­ra­de­rol­le als „Der jun­ge Papst“), in sei­nen we­ni­gen Sze­nen al­lein mit den Au­gen mehr aus­zu­drü­cken als an­de­re in ih­rer ge­sam­ten Kar­rie­re – und das oh­ne Dia­log. Von der al­ten Schu­le, wenn auch nicht rech­ne­risch, ist eben­falls Haupt­dar­stel­ler Char­lie Hun­nam, der Schwert­kampf­trai­ning, das un­ge­müt­li­che Wet­ter der schot­ti­schen Highlands und ein bit­te­res Fit­ness-trai­ning über sich er­ge­hen ließ, um den kampf­er­prob­ten Ex­ca­li­bur-schwin­ger au­then­tisch dar­stel­len zu kön­nen.

Je­der, der nicht von den 100 Me­ter ho­hen „Herr der Rin­ge“-ele­fan­ten zu Be­ginn ab­ge­schreckt wur­de, wird fest­stel­len, was für ein coo­ler Film doch „King Ar­thur“ist, der mit sei­nen ra­san­ten Col­la­gen die Er­zähl­zeit rafft und mit sei­nem Gau­ner-style im Mit­tel­al­ter sehr viel Spaß macht. Die Fra­ge, ob sich die Uhd-blu-ray ge­gen­über der Blu-ray lohnt, kann mit ei­nem zag­haf­ten „Nein“be­ant­wor­tet wer­den. Es gibt durch­aus Ka­me­ra­ein­stel­lun­gen wie bei­spiels­wei­se das Clo­se-up Mor­dreds, de­ren Mo­ti­ve ein Über­maß an wirk­lich schar­fen De­tails bie­ten. Das Gros ist aber ähn­lich wie bei „Won­der Wo­man“eher Durch­schnitt im Ver­gleich zu an­de­ren 4K-re­fe­renz-ti­teln. Und es sieht im Prin­zip ge­nau­so aus wie auf der Blu-ray, wes­halb die Ver­mu­tung ei­nes ge­mein­sa­men 2K-mas­ters na­he liegt, zu­min­dest was die Ba­sis an­be­langt. Be­son­ders bei den To­ta­len und Halb­to­ta­len, manch­mal aber auch bei den Na­h­auf­nah­men fal­len Un­schär­fen bei den Kon­tu­ren der Cha­rak­te­re und der Um­ge­bung auf. Auch hier gilt wie­der, dass die zahl­rei­chen 2K- Cgi-ef­fek­te das Maß der Bild­pa­ra­me­ter sind, die sich na­tür­lich ei­nem or­ga­ni­schen Gan­zen un­ter­ord­nen. Der er­wei­te­re­te Far­b­raum spielt auf­grund der we­nig ge­sät­tig­ten Farben ei­ne un­ter­ge­ord­net­te Rol­le. Doch was ist mit dem Hdr-fak­tor? Die­ser scheint lei­der auch nicht viel mehr aus dem Bild her­aus­kit­zeln zu kön­nen, we­der in dunk­len noch in hel­len Be­rei­chen, wes­halb es bei ei­nem sehr gu­ten Hd-bild bleibt, das aber auch auf ei­ner Blu-ray mög­lich ist. Glei­ches gilt für den gran­dio­sen Dol­by-at­mos-sound, der eben­falls auf der Hd-fas­sung vor­liegt.

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