Grü­ne zö­gern beim Schul­den­ab­bau

Fi­nan­zen Die Frak­ti­on will die Steu­er­schät­zung ab­war­ten. Die FDP for­dert die Til­gung von zwei Mil­li­ar­den Eu­ro.

Heidenheimer Neue Presse - - Südwestumschau -

An­ge­sichts gu­ter Steu­er­ein­nah­men be­für­wor­tet die Cdu-land­tags­frak­ti­on ei­ne hö­he­re Rück­zah­lung von Lan­des­schul­den als bis­lang ge­plant ist. „Mit ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de wol­len wir im Dop­pel­haus­halt in die Schul­den­til­gung ein­stei­gen“, hat­te Frak­ti­ons­chef Wolf­gang Rein­hart die­ser Zei­tung ge­sagt. So weit will der grü­ne Ko­ali­ti­ons­part­ner aber noch nicht ge­hen. Ihr Frak­ti­ons­chef Andre­as Schwarz be­für­wor­tet zwar ei­ne Kre­dit­til­gung von 200 Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr 2018. Für 2019 woll­te er sich aber nicht fest­le­gen. Schwarz be­grün­de­te dies mit der aus­ste­hen­den Steu­er­schät­zung im Herbst und mög­li­chen Steu­er­sen­kun­gen, die ei­ne neue Bun­des­re­gie­rung be­schlie­ßen könn­te. Das Land ist mit 47 Mil­li­ar­den Eu­ro ver­schul­det. Un­ter­stüt­zung be­kam die CDU vom Bund der Steu­er­zah­ler. „Ab der Steu­er­schät­zung im No­vem­ber 2017 soll­te das Ein­nah­me­vo­lu­men, das die bis­he­ri­gen Pla­nun­gen über­steigt, kom­plett in die Til­gung ge­steckt wer­den“, for­der­te er.

Fdp-frak­ti­ons­chef Hans-ul­rich Rül­ke sag­te, nach der Lan­des­haus­halts­ord­nung müss­te die Re­gie­rung ei­gent­lich bis zu zwei Mil­li­ar­den Eu­ro an Kre­di­ten til­gen – al­so weit­aus mehr als selbst die CDU will. Der Dop­pel­etat wird in die­sem Herbst im Land­tag be­ra­ten. Das Zah­len­werk war auch The­ma der Klau­su­ren der Re­gie­rungs­frak­tio­nen, über de­ren Er­geb­nis­se Schwarz und Rein­hart ges­tern in­for­mier­ten.

Ei­ne wei­te­re „Bau­stel­le“der grün-schwar­zen Ko­ali­ti­on bleibt auch die heik­le Fra­ge, ob das Land das Ur­teil des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart zur Luf­t­rein­hal­tung in der Lan­des­haupt­stadt ak­zep­tie­ren soll oder nicht. Die Cdu-frak­ti­on will ge­gen das Ur­teil vor­ge­hen und be­vor­zugt da­bei die Be­ru­fung, wie Rein­hart sag­te. Die Grü­nen-frak­ti­on ten­diert zur Sprung­re­vi­si­on beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, wie Schwarz be­kräf­tig­te. Er räum­te ein, dass es in sei­ner Frak­ti­on aber un­ter­schied­li­che Mei­nun­gen zu dem The­ma gibt. Grün­schwarz will nach der Bun­des­tags­wahl dar­über ent­schei­den. Das Ge­richt hat­te ge­ur­teilt, dass die im Ent­wurf ei­nes neu­en Luf­t­rein­hal­te­plans vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men nicht rei­chen, um die mit Stick­oxi­den und Fe­in­staub ver­schmutz­te Luft in Stutt­gart nach­hal­tig zu ver­bes­sern.

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