Ärzt­li­che Ver­sor­gung zu­künf­tig ge­si­chert?

Ärz­te­man­gel Am 20. No­vem­ber fin­det ein Dis­kus­si­ons­fo­rum des Cdu-stadt­ver­bands statt.

Heidenheimer Neue Presse - - Giengen -

Die me­di­zi­ni­sche und pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung in Gi­en­gen – ist sie in Zu­kunft noch ge­si­chert? Zu die­ser Fra­ge ver­an­stal­tet der Cdu-stadt­ver­band am Mon­tag, 20. No­vem­ber, um 19 Uhr im Hei­lig-geist-zen­trum, Heil­bron­ner Str. 2, ein In­for­ma­ti­ons­und Dis­kus­si­ons­fo­rum.

Im Mit­tel­punkt der Ver­an­stal­tung steht der in die­sem Jahr von der Land­kreis­ver­wal­tung her­aus­ge­ge­be­ne Haus­ärz­te-at­las, der per­spek­ti­visch auf­zeigt, mit wel­chem Man­gel an haus­ärzt­li­cher Ver­sor­gung je­de Kom­mu­ne im Land­kreis, dar­un­ter auch Gi­en­gen, in den nächs­ten Jah­ren zu rech­nen hat. Die Stu­die zeigt auf, dass sich die ärzt­li­che und pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gungs­land­schaft ent­schei­dend ver­än­dern wird und den Ge­sund­heits­be­reich nicht nur in Gi­en­gen vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stellt. Dies nicht nur durch den de­mo­gra­phi­schen Wan­del der Be­völ­ke­rung, son­dern auch auf­grund des Ge­ne­ra­ti­ons­wech­sels in der Ärz­te­schaft und den Ärz­te­man­gel in be­stimm­ten Fach­ge­bie­ten, vor al­lem im länd­li­chen Be­reich.

„In Gi­en­gen be­ginnt der Ge­ne­ra­ti­ons­wech­sel vor al­lem bei den Haus­ärz­ten in die­sem Jahr. Bis 2020 ist ei­ne ärzt­li­che Un­ter­ver­sor­gung zu er­war­ten. Bis zum Jahr 2027 wer­den knapp 90 Pro­zent der Haus­ärz­te aus Al­ters­grün­den aus­schei­den“, so Jörg Wolff, Vor­stands­mit­glied des Cdu-stadt­ver­bands. Er weist dar­auf hin, dass Nach­fol­ge­lö­sun­gen ge­fun­den und über un­kon­ven­tio­nel­le Mo­del­le der ärzt­li­chen Ver­sor­gungs­land­schaft nach­ge­dacht wer­den müs­se. „Ent­schei­dend wird sein, ob es ge­lingt, den nach­rü­cken­den Haus- und Fach­ärz­ten at­trak­ti­ve Per­spek­ti­ven zu bie­ten und die Ein­füh­rung von al­ter­na­ti­ven Ver­sor­gungs­si­tua­tio­nen, wie Ärz­te­häu­ser und me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren um­zu­set­zen“, so Ru­dolf Bo­e­mer sei­tens des Cdu-stadt­ver­bands.

„Das Fo­rum bie­tet der Be­völ­ke­rung die Mög­lich­keit, aus ers­ter Hand Ent­wick­lun­gen, Trends und Hand­lungs­op­tio­nen der ärzt­li­chen Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on zu er­fah­ren“, sind sich Jörg Wolff und Ru­dolf Bo­e­mer si­cher. Ge­stal­ten wer­den den Abend hoch­ran­gi­ge Re­fe­ren­ten und Ex­per­ten, mit de­nen über die Zu­kunft der Gi­en­ge­ner ärzt­li­chen Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on dis­ku­tiert wer­den kann: Es re­fe­rie­ren Dr. med. Jörg Sand­fort, Vor­sit­zen­der der Kreis­ärz­te­schaft Hei­den­heim, und Chris­toph Bau­er, lei­ten­der Me­di­zi­nal­di­rek­tor und Lei­ter des Fach­be­reichs Ge­sund­heit im Land­rats­amt Hei­den­heim. An der Po­di­ums­dis­kus­si­on mit dem Pu­bli­kum be­tei­li­gen sich dar­über hin­aus Kai Sonn­tag von der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung Ba­den-würt­tem­berg, Micha­el Svo­bo­da, stellv. Ge­schäfts­füh­rer der AOK Ost­würt­tem­berg und Gi­en­gens Ober­bür­ger­meis­ter Die­ter Hen­le. Das Fo­rum wird von Jörg Wolff mo­de­riert.

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