Klär­an­la­ge: E-tech­nik geht ziem­lich ins Geld

Stadt­ent­wäs­se­rung Der städ­ti­sche Ei­gen­be­trieb will in die elek­tri­sche Steue­rung der Klär­an­la­ge im Ried auf zwei Jah­re ver­teilt rund 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tie­ren. Von Die­ter Reichl

Heidenheimer Neue Presse - - Giengen -

Der Auf­ga­ben­ka­ta­log des städ­ti­schen Ei­gen­be­triebs für den zu­kunfts­fä­hi­gen Be­trieb der Klär­an­la­ge im Ried wird nicht klei­ner: Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr die Sa­nie­rung der bei­den Faul­tür­me im Mit­tel­punkt stand, gilt in die­sem Jahr der Blick vor al­lem der Elek­tro­tech­nik, mit der die Klär­an­la­ge ge­steu­ert wird.

Dass die­se er­neu­ert wer­den muss, kommt nicht aus hei­te­rem Him­mel: Sie ist näm­lich rund 30 Jah­re alt, ent­spricht nicht mehr dem heu­ti­gen Stan­dard und ist stör­an­fäl­lig. Für die Er­neue­rung wur­den Mit­tel in Hö­he von 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro in den Ver­mö­gens­plan des Ei­gen­be­triebs Stadt­ent­wäs­se­rung ein­ge­stellt, 500 000 Eu­ro im Jahr 2017, wei­te­re 600 000 Eu­ro in die­sem Jahr.

Ein­lei­tungs­wer­te ein­ge­hal­ten

Nach­dem 2010 die Klär­an­la­ge auf 35 000 Ein­woh­ner­wer­te er­wei­tert wur­de, konn­ten die ge­setz­lich ge­for­der­ten Ein­lei­tungs­wer­te si­cher ein­ge­hal­ten wer­den, be­rich­tet Werk­lei­ter Alex­an­der Fuchs. Durch das fort­ge­schrit­te­ne Al­ter der An­la­ge mit Bau­jahr 1960 bzw. 1987 müs­sen in den kom­men­den Jah­ren ver­schie­de­ne An­la­gen­tei­le nach und nach er­neu­ert wer­den. Ne­ben der ak­tu­ell an­ste­hen­den Elek­tro­tech­nik gilt dies für die tech­ni­sche Aus­rüs­tung wie auch die Bau­wer­ke.

Der Blick des Ei­gen­be­triebs Stadt­ent­wäs­se­rung geht al­ler­dings nicht nur in Rich­tung Klär­an­la­ge. Er gilt auch dem Ka­nal­netz, an dem auch in je­dem Haus­halts­jahr Er­neue­run­gen und Sa­nie­run­gen statt­fin­den. So auch 2018: Mit In­ves­ti­tio­nen in Hö­he von 250 000 Eu­ro sind wie­der­um rund 1000 Me­ter In­lin­er­sa­nie­rung im Ka­nal­netz ge­plant. Der Sa­nie­rungs­schwer­punkt wird sich wie­der aus der ak­tu­el­len Prio­ri­tä­ten­lis­te in Ab­stim­mung mit den Stadt­wer­ken und der Tief­bau­ver­wal­tung er­ge­ben. Fuchs be­rich­tet, dass die Ka­nal­sa­nie­rung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit er­heb­li­chem Auf­wand vor­an­ge­bracht wur­de. Die Schä­den konn­ten deut­lich ver­rin­gert wer­den. Es sei aber nach wie vor er­for­der­lich, vor­han­de­ne un­dich­te Stel­len im Ka­nal­netz zu re­pa­rie­ren und ab­zu­dich­ten. Ab­seh­bar sei al­ler­dings, dass der Sa­nie­rungs­auf­wand weiter rück­läu­fig sein wird.

Die jetzt noch be­ste­hen­de E-tech­nik zur Steue­rung der Klär­an­la­ge ist ver­al­tet und muss er­neu­ert wer­den. Fo­to: Ar­chiv

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