Mit Si­cher­heit freund­lich

Heidenheimer Neue Presse - - Kreis Und Region -

bei der Si­cher­heits­kon­trol­le ist gi­gan­tisch. So­bald sich je­mand dem Ein­gang nä­hert, er­scheint die OAIC (Olym­pic Ac­credi­ta­ti­on Iden­ti­fi­ca­ti­on Card) auf ei­nem rie­si­gen Flach­bild­fern­se­her. Dann tren­nen sich die We­ge von Mensch und Ge­gen­stän­den (Lap­top, Han­dy und Co.) Rich­tung Kör­per­scan­ner und Rönt­gen­ge­rät. Das scheint es aber schon ge­we­sen zu sein an Si­cher­heits­maß­nah­men bei der welt­größ­ten Sport­ver­an­stal­tung. Denn das Si­cher­heits­per­so­nal in Pyeong­chang ist ex­trem ent­spannt. Win­ter­ja­cken und Män­tel, sei­en sie noch so dick, kann man ge­trost an­las­sen. Und wenn der Kör­per­scan­ner doch mal piept, fährt die freund­li­che Da­me mit ih­rem Me­tall­de­tek­tor in so weiter Ent­fer­nung um den Kör­per, dass der gar nicht an­schla­gen kann (ge­tes­tet mit ei­ner Men­ge Mün­zen in den Ho­sen­ta­schen).

Ob es am No­ro­vi­rus liegt, oder an der be­kann­ten ko­rea­ni­schen Scheu vor der Be­rüh­rung an­de­rer – die Zu­rück­hal­tung des Si­cher­heits­per­so­nals ist an­ge­sichts der Bri­sanz der Ver­an­stal­tung be­ein­dru­ckend. Auch die Po­li­zei hält sich vor­nehm zu­rück, un­ter ih­rer Uni­form nicht ein­mal ei­ne Schuss­waf­fe zu er­ken­nen. Statt­des­sen gibt es für je­den Blick­kon­takt ein freund­li­ches Lä­cheln – auch wenn das Ge­gen­über we­gen der Ei­ses­käl­te kom­plett ver­mummt ist.

In­ter­es­san­ter­wei­se fühlt es sich da­durch nicht un­si­che­rer, son­dern nur ent­spann­ter an, durch die Sport­stät­ten zu schlen­dern. Denn Ko­rea ge­hört zu den si­chers­ten Län­dern der Welt. Die Bot­schaft von sei­nem au­ßer­ge­wöhn­lich fried­fer­ti­gen Volk ist an­ge­kom­men.

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