Herz­krank: Aus­weis für Blut­ver­dün­ner

Ge­r­in­nungs­hem­mer Vor ei­nem Ein­griff mit Blu­tungs­ri­si­ko soll­ten Pa­ti­en­ten ih­ren Arzt in­for­mie­ren.

Heidenheimer Zeitung - - RATGEBER GESUNDHEIT - Ih

Et­wa 1,8 Mil­lio­nen Pa­ti­en­ten mit Vor­hof­flim­mern le­ben in Deutsch­land. Die meis­ten von ih­nen wer­den mit ei­nem Ge­r­in­nungs­hem­mer be­han­delt. Bei Vor­hof­flim­mern schlägt das Herz un­re­gel­mä­ßig, so dass sich Blut­ge­rinn­sel im Her­zen bil­den, die vom Blut­strom mit­ge­ris­sen zu ei­nem Schlag­an­fall füh­ren kön­nen. Ge­r­in­nungs­hem­mer („Blut­ver­dün­ner“) sen­ken das Em­bo­lie­ri­si­ko, er­hö­hen aber zu­gleich die Ge­fahr von Blu­tun­gen.

Ste­hen Ein­grif­fe mit Blu­tungs­ri­si­ken wie zum Bei­spiel ei­ne Zahn­arzt­be­hand­lung, ei­ne Ma­gen- oder Darm­spie­ge­lung oder ei­ne Ope­ra­ti­on an, muss die Ge­r­in­nungs­hem­mung un­ter­bro­chen und das Me­di­ka­ment für kur­ze Zeit ab­ge­setzt wer­den. Das Blu­tungs­ri­si­ko va­ri­iert je nach Art des Ein­griffs von sehr nied­rig (Zahn­rei­ni­gung) bis hoch (grö­ße­re Ope­ra­tio­nen).

„Die Ärz­te müs­sen bei der Fra­ge, wie lan­ge die Ge­r­in­nungs­hem­mung zu un­ter­bre­chen ist, das Ri­si­ko für Blu­tun­gen ge­gen das ei­nes Schlag­an­falls ab­wä­gen“, sagt Dr. Ge­ri­an Grö­ne­feld von der Deut­schen Herz­stif­tung. Bei grö­ße­ren Ein­grif­fen ist die Ab­spra­che zwi­schen dem Spe­zia­lis­ten für den Ein­griff und dem Haus­arzt, In­ter­nis­ten oder Kar­dio­lo­gen be­son­ders wich­tig, so Grö­ne­feld. „Die Ärz­te müs­sen wis­sen, dass der Pa­ti­ent ei­nen Ge­r­in­nungs­hem­mer ein­nimmt und wie hoch die ver­ord­ne­te Do­sis ist.“Da­bei kön­ne ein Not­fall­aus­weis hel­fen, wie ihn et­wa die Deut­sche Herz­stif­tung an­bie­tet (www.herz­stif­tung.de/not­fall­aus­weis).

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