Neue Recht­schreib­re­geln be­schlos­sen: Gro­ßes Es­zett, Grizz­ly­bär und Yo­ga

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21 Jah­re nach der Recht­schreib­re­form ist das amt­li­che Re­gel­werk er­neut an ei­ni­gen Stel­len ge­än­dert wor­den. Nun gibt es das Es­zett, das schar­fe S, auch of­fi­zi­ell als Groß­buch­sta­ben. Es sieht aus wie ein Mit­tel­ding zwi­schen dem bis­he­ri­gen, klein ge­schrie­be­nen ß und ei­nem groß ge­schrie­ben B. Vor al­lem für die Schrei­bung von Ei­gen­na­men in Päs­sen und Aus­wei­sen sei dies wich­tig, teil­te der Rat für deut­sche Recht­schrei­bung ges­tern in Mann­heim mit. Amt­lich zu­läs­sig ist jetzt auch die Groß­schrei­bung des Ad­jek­tivs in Fäl­len wie Gol­de­ne Hoch­zeit und Neu­es Jahr. Dar­über hin­aus pass­te der Recht­schrei­brat ein­zel­ne Wort­schrei­bun­gen an den über­wie­gen­den Schreib­ge­brauch an. Er strich die ein­ge­deutsch­te Schreib­wei­se Ket­schup, die kaum ver­wen­det wur­de – zu­läs­sig ist jetzt nur noch Ketch­up. Auch an­de­re un­ge­bräuch­li­che Va­ri­an­ten fal­len weg und müs­sen bei Schul­dik­ta­ten als Feh­ler an­ge­stri­chen wer­den wie Gris­li­bär (er­laubt ist nur noch Grizz­ly­bär), Jo­ga (nur noch Yo­ga), Kom­pli­ce (Kom­pli­ze), Rou­lett (Rou­let­te), Va­rie­tee (Va­rie­té) und Wan­da­lis­mus (Van­da­lis- mus). Seit 2004 ist der Rat die maß­geb­li­che In­stanz in Fra­gen der Or­tho­gra­fie. Er hat Mit­glie­der aus Deutsch­land, Ös­ter­reich, der Schweiz, dem Fürs­ten­tum Liech­ten­stein, der au­to­no­men Pro­vinz Bo­zen-Süd­ti­rol und der deutsch­spra­chi­gen Ge­mein­schaft Bel­gi­ens.

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