Neue Re­geln für Rad­ler im Herbst

Mo­bi­le Leuch­ten müs­sen nicht mehr stän­dig mit­ge­führt wer­den

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Kocher-, Jagst-, Brettachtal - - SERVICE -

Ge­ra­de im Herbst ist ein funk­tio­nie­ren­des Licht am Fahr­rad be­son­ders wich­tig. Wer an sei­nem Renn­rad oder Moun­tain­bike ab­nehm­ba­re Front- und Heck­leuch­ten nutzt, muss die­se nun wie­der häu­fi­ger bei sich ha­ben.

Zwar lässt ei­ne im Ju­ni in Kraft ge­tre­te­ne Än­de­rung der Stra­ßen­ver­kehrs-Zu­las­sungs-Ord­nung zu, dass Rad­fah­rer die­se mo­bi­len Leuch­ten nicht mehr stän­dig mit sich füh­ren. Bei strah­len­dem Son­nen­schein bei­spiels­wei­se kön­nen sie zu Hau­se blei­ben – nicht aber bei Däm­me­rung, Dun­kel­heit oder dann, wenn es die Sicht­ver­hält­nis­se sonst noch er­for­der­lich ma­chen. Dann müs­sen sie fest am Rad in­stal­liert sein.

Sport­li­che Rad­ler pla­nen ih­re Fahr­ten bes­ser wei­ter­hin gut, um recht­zei­tig im Hel­len zu­rück zu sein, oder sie neh­men die Leuch­ten im­mer mit, rät Bran­chen­ex­per­te Da­vid Koß­mann vom Pres­se­dienst Fahr­rad (pd-f). All­tags­rad­lern emp­fiehlt er wei­ter­hin fest in­stal­lier­te Licht­an­la­gen mit Na­ben­dy­na­mo. Die­se Sys­te­me sei­en größ­ten­teils bes­ser, und sie sei­en im­mer ein­satz­be­reit.

Al­le Leuch­ten müs­sen das Prüf­zei­chen des Kraft­fahrt-Bun­des­am­tes tra­gen. Die­se K-Num­mer er­ken­nen Rad­ler an ei­ner Wel­len­li­nie, ei­nem gro­ßen „K“und ei­ner Zu­las­sungs­num­mer.

Ver­bo­ten blei­ben auch nach der Ge­set­zes­än­de­rung blin­ken­de Leuch­ten. Die­se dür­fen Rad­ler nur zu­sätz­lich am Kör­per tra­gen, so der pd-f. Weg­fal­len kann al­ler­dings der zwei­te ro­te Rück­strah­ler. Es rei­che nun ein ein­zi­ger ro­ter Rück­strah­ler, der auch in die Schluss­leuch­te ein­ge­baut sein kann. Ei­ne Ein­schrän­kung gibt es aber: Die Form darf aber nicht drei­eckig sein.

Wa­ren bis­lang nur Ak­kus zu­ge­las­sen, kön­nen nun auch Bat­te­ri­en in den Leuch­ten zum Ein­satz kom­men. Tag­fahr-, Fern- und Brems­lich­ter sind seit­her ge­nau­so er­laubt wie zwei Schein­wer­fer und Rück­lich­ter. Bei Bikes über ei­nem Me­ter Brei­te – wie man­che Las­ten­rä­der – ist das so­gar vor­ge­schrie­ben.

Wei­te­re Än­de­run­gen be­tref­fen un­ter an­de­rem Fahr­rad­an­hän­ger. Ab 1. Ja­nu­ar 2018 ver­kauf­te Ex­em­pla­re müs­sen ab 600 Mil­li­me­tern Brei­te zwei wei­ße Re­flek­to­ren vorn, hin­ten ei­ne Schluss­leuch­te links und zwei ro­te Re­flek­to­ren ha­ben. Ab 1000 Mil­li­me­tern Brei­te wird noch ei­ne wei­ße Front­leuch­te nö­tig.

Wei­ter­hin gilt al­ler­dings, dass Rad­fah­rer eben­so wie Au­to­fah­rer ih­re Smart­pho­nes nur mit ei­ner Frei­sprech­ein­rich­tung zum Te­le­fo­nie­ren nut­zen dür­fen. Der Au­to Club Eu­ro­pa (ACE) rät da­bei Au­to­und Rad­fah­rern, die­se Frei­sprech­ein­rich­tun­gen vor dem Kauf zu tes­ten. Da­bei ist es wich­tig, auf ei­ne gu­te Sprach­funk­ti­on zu ach­ten, wo­für die An­bin­dung und An­brin­gung des Mi­kro­fons ent­schei­dend ist. Das Ge­rät soll­te Ge­räu­sche mög­lichst nur aus ei­ner Rich­tung auf­neh­men. Hoch­wer­ti­ge Frei­sprech­an­la­gen bie­ten zu­dem ei­ne di­gi­ta­le Schal­tung, die Stör­si­gna­le her­aus­fil­tert und Rück­kopp­lun­gen ver­mei­det, so der ACE.

Die Sicht dür­fen al­le Tei­le der An­la­ge nicht be­hin­dern, und sie soll­ten je­der­zeit leicht er­reich­bar sein. Auf dem Fahr­rad emp­fiehlt der ACE als prak­ti­sche Lö­sung ei­ne Blue­too­thAn­la­ge mit Head­set, die mit dem Smart­pho­ne ge­kop­pelt und am Len­ker an­ge­bracht wird. Da­bei müs­sen die Rad­ler auf ein gu­tes Mi­kro­fon mit Schutz­hül­le ach­ten, die Wind­ge­räu­sche ab­hält oder re­du­ziert.

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