Le­ser­stim­men

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Neckar-Zaber-Rundschau - - MEINUNGEN -

Feh­ler der Ver­gan­gen­heit

Zur An­pas­sung der Ren­ten in Ostund West­deutsch­land.

Die Rent­ner im ehe­ma­li­gen Ost­deutsch­land be­kom­men jetzt die Ren­ten­an­pas­sung auf West­ni­veau, das ist gut. So­fort wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Ren­ten­kas­se leer ist. We­gen dem de­mo­gra­phi­schen Fak­tor. Das mag ein Grund sein, dass we­ni­ger Geld in der Kas­se ist, aber be­stimmt nicht der ein­zi­ge. Da gibt es ei­ni­ge an­de­re. Un­ter Kanz­ler Schmidt wur­den un­nö­tig Um­schu­lungs­pro­gram­me aus der Ren­ten­kas­se fi­nan­ziert. Selbst­stän­di­ge konn­ten sich für we­nig Geld mit ei­ner Ein­mal­zah­lung in die ge­setz­li­che Ren­te ein­kau­fen. Un­ter Kanz­ler Kohl wur­den nach der Wie- der­ver­ei­ni­gung al­le Rent­ner aus dem Os­ten in die ge­setz­li­che Ren­te auf­ge­nom­men oh­ne ent­spre­chen­de Aus­gleich­zah­lun­gen aus Steu­er­gel­dern. Da­mit wur­den die Un­ter­neh­mer nicht an den Kos­ten der Wen­de be­tei­ligt. Un­ter Kanz­ler Schrö­der wur­de dann der der Lohn ge­drückt mit Ein-Eu­ro-Jobs, Mi­ni­Jobs und Leih­ar­beit. Druck, um das durch­zu­set­zen wur­de dann durch die Um­ge­stal­tung der Ar­beits­äm­ter in Jo­bagen­tu­ren aus­ge­übt. Es wa­ren nicht al­le be­tei­lig­ten Per­so­nen mit So­zi­al­kom­pe­tenz ge­seg­net. Un­ter Kanz­le­rin Mer­kel wur­de in der EU die Null­zin­spo­li­tik für Ban­ken ein­ge­führt, da­mit kann die Ren­ten­kas­se kei­ne Zins­ge­win­ne mit den Ein­la­gen er­wirt­schaf­ten. Lothar Schae­fer, Heil­bronn

Gren­zen zie­hen

Zur um­strit­te­nen Elb­ver­tie­fung in Hamburg, Ar­ti­kel vom 10.2.

Wann und nach wel­chen Op­fern wer­den end­lich die ab­so­lu­ten Gren­zen des Wachs­tums ge­zo­gen? Es ist ja nicht so, dass Schier­lings­Was­ser­fen­chel sich er­dreis­tet, ei­nem noch nie durch­ge­führ­ten Ver­lan­gen in den Weg zu stel­len.Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat nicht et­wa die Pl­an­fest­stel­lung der ers­ten oder drit­ten Elb­ver­tie­fung in die Wie­der­vor­la­ge ver­wie­sen. Es ist sa­ge und schrei­be die ne­un­te Elb­ver­tie­fung, die da von der Wirt­schaft ge­for­dert wird. Der Dia­log wird zwar ge­sucht, das „Ob“darf an­schei­nend nicht zur De­bat­te ste­hen. Die Ab­wä­gung muss aber den Fall her­ge­ben, dass der Plan nicht um­ge­setzt wird. Leicht­fer­tig soll in Ma­nier des An­thro­po­zäns Schier­lings-Was­ser­fen­chel dem Gi­gan­tis­mus ge­op­fert wer­den. Da­mit wür­de nicht nur die Lis­te des Ar­ten­ster­bens ver­län­gert, son­dern auch die Zahl zer­stör­ter Öko­sys­te­me an der El­be zu­neh­men. Da gibt es die Zu­schüt­tung ei­nes Süß­was­ser­watt­ge­bie­tes für den dort nie ge­bau­ten A380 und nun die er­höh­te Salz­was­ser­fracht. Das Ar­beits­platz­ar­gu­ment hat ein für al­le mal aus der Be­grün­dung zu ver­schwin­den. Die er­for­der­li­che Umori­en­tie­rung der Ge­ne­ra­tio­nen wird nur auf­ge­scho­ben. Für sol­che Fäl­le braucht es ei­nen star­ken Staat und we­ni­ger ren­di­te­gei­le Un­ter­neh­men.

Mat­thi­as Böh­rin­ger, Pfaf­fen­ho­fen

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