Ad Van­der­veen: Kraft in der Ru­he

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Neckar-Zaber-Rundschau - - Kultur · Kultur Regional · Rätsel/Sudoku - Von un­se­rem Re­dak­teur Andre­as Som­mer

Sei­ne Songs kom­men über ihn, er­zählt er, und er muss sie raus­las­sen und un­ter die Men­schen brin­gen. Ad Van­der vee­en ist ein Mu­si­ker, dem es wich­tig ist, sein Pu­bli­kum über sei­ne ur­ei­ge­ne Be­zie­hung zur Mu­sik und zum Song­schrei­ben auf­zu­klä­ren. Und so ge­rät das Kon­zert des Ad Van­der­veen Tri­os am Don­ners­tag­abend im mä­ßig be­such­ten Red River zu ei­nem stim­mungs­vol­len Ge­sprächs­kon­zert in bes­ter Sin­ger/Song­wri­ter-Qua­li­tät.

Denn der 60-Jäh­ri­ge Nie­der­län­der mit ka­na­di­schen Wur­zeln ist ein ver­dammt gu­ter Song­schrei­ber. Ei­nen Groß­teil des Abends be­strei­tet der sym­pa­thi­sche Bar­de aus Hil­ver­sum (Gi­tar­re, Mund­har­mo­ni­ka) mit sei­ner Part­ne­rin Kers­ten de Li­gny (Ge­sang, Dul­ci­mer Lap Harp) und dem Bas­sis­ten Ti­mon van He­erdt mit Ma­te­ri­al aus dem Al­bum „Worlds Wi­t­hin“(Blue Ro­se). Er ko­ket­tiert mit ei­ner omi­nö­sen Set­list, die er nicht le­sen kann und er­zählt An­ek­do­ten, wie er im tiefs­ten Thü­rin­gen in ei­nem Kaff na­mens Le­der­ho­se stran­de­te und es – klar – in ei­nem Lied ver­ewig­te. Mu­sik ist stets auch Aben­teu­er.

Vor­bil­der? Neil Young und Bob Dy­lan, aber Van­der­veen setzt ei­ge­ne Ak­zen­te wie in fei­nen Ge­s­angs­du­et­ten mit sei­ner Mu­se. Ein Abend voll Me­lan­cho­lie und Wohl­klang.

Ex­zel­len­ter Song­schrei­ber: Ad Van­der­veen aus den Nie­der­lan­den. Fo­to: Ralf Sei­del

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