Schulz be­lieb­ter als Ga­b­ri­el

Mehr­heit der Deut­schen sieht Mer­kel auch künf­tig als bes­te Wahl für das Kanz­ler­amt

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - VORDERSEITE -

An­ge­la Mer­kel bleibt die Wunsch­kanz­le­rin der Deut­schen. Das geht aus den neus­ten Um­fra­gen der For­schungs­grup­pe Wah­len her­vor, die im Auf­trag des ZDF-Po­lit­ba­ro­me­ters er­stellt wur­den. Wie hoch ihr Vor­sprung bei der Wahl aus­fällt, hängt aber, so das Er­geb­nis der Be­fra­gung, stark da­von ab, wer ihr SPDHer­aus­for­de­rer wird. Der Um­fra­ge zu­fol­ge hät­te bei der Bun­des­tags­wahl Par­tei­chef Sig­mar Ga­b­ri­el ge­gen­über Mar­tin Schulz klar das Nach­se­hen.

Du­ell Die Be­frag­ten se­hen im Du­ell Kanz­le­rin ge­gen Vize-Kanz­ler Mer­kel bei 60 Pro­zent, Ga­b­ri­el kä­me auf ma­ge­re 26 Pro­zent. Hie­ße der Her­aus­for­de­rer Mar­tin Schulz, lä­ge Mer­kels Vor­sprung nur bei zehn Pro­zent – 47 Pro­zent wür­den für sie stim­men, 37 für Schulz. Le­dig­lich die An­hän­ger der ei­ge­nen Par­tei se­hen ei­nen leich­ten Vor­teil für den SPD-Vor­sit­zen­den. Not­wen­di­ge po­li­ti­sche Fol­gen aus den schlech­ten Um­fra­ge­wer­ten Ga­b­ri­els sieht Hil­de Matt­heis, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te aus Ulm, nicht. Sie sag­te un­se­rer Zei­tung: „Es ist sehr er­freu­lich, dass Mar­tin Schulz so gu­te Um­fra­ge­wer­te hat. Er wird bis­her al­ler­dings nur als Eu­ro­pa­po­li­ti­ker wahr­ge­nom­men und konn­te sich nur auf die­sem Feld pro­fi­lie­ren.“Sig­mar Ga­b­ri­el ha­be als Bun­des­vor­sit­zen­der das ers­te Zu­griffs­recht auf die Spit­zen­kan­di­da­tur, so Matt­heis.

Zum Auf­takt des Wahl­jah­res fal­len Uni­on, Lin­ke und SPD in der Gunst der Wäh­ler, wie die Be­fra- gung er­gab. Zu­wachs ver­zeich­nen AfD und FDP, die Grü­nen blei­ben kon­stant. Nach der Wahl­pro­gno­se wä­ren le­dig­lich ei­ne gro­ße Ko­ali­ti­on oder ein Bünd­nis aus Uni­on, Grü­nen und FDP re­gie­rungs­fä­hig.

Grü­ne Was ei­ne mög­li­che Re­gie­rungs­be­tei­li­gung der Grü­nen nach der Bun­des­tags­wahl be­trifft, spricht sich die Hälf­te ih­rer An­hän­ger für ei­ne Ko­ali­ti­on mit SPD und Lin­ken aus, 44 Pro­zent plä­die­ren für ein schwarz-grü­nes Bünd­nis. Un­ter al­len Wahl­be­rech­tig­ten sind knapp ein Drit­tel für rot-rot-grün, knapp die Hälf­te der Be­frag­ten prä­fe­riert ei­ne Re­gie­rungs­bil­dung mit der Uni­on. Grü­nen-Lan­des­vor­sit­zen­de San­dra Det­zer sag­te un­se­rer Zei­tung: „Wir wer­den als ei­gen­stän­di­ge Kraft in den Wahl­kampf ge­hen. Das Um­fra­ge­er­geb­nis be­stärkt uns dar­in.“Das pri­mä­re Ziel sei ein star­kes Er­geb­nis der Par­tei. „Den Bun­des­tags­wahl­kampf wer­den wir nicht mit Ko­ali­ti­ons­de­bat­ten be­strei­ten, son­dern mit The­men.“mis/biz

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.