Wich­ti­ge Fra­ge, fal­sches Vor­ge­hen

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - MEINUNGEN - Von Va­le­rie Blass

Hy­gie­ne ist ei­ne der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen für Kli­ni­ken. Doch man muss ge­nau hin­schau­en. Es ist rich­tig zu fra­gen, ob an deut­schen Kli­ni­ken ge­nü­gend Hy­gie­ne­per­so­nal ar­bei­tet. Denn das The­ma ist ei­ner der gro­ßen Stol­per­stei­ne im Ge­sund­heits­we­sen. Die kon­se­quen­te An­wen­dung von Vor­schrif­ten kos­tet Zeit und Geld – knap­pe Gü­ter. Des­halb ist die Ver­su­chung si­cher groß, an die­ser Stel­le zu spa­ren, doch das wä­re grob fahr­läs­sig.

Oh­ne Hy­gie­ne­ex­per­ten lässt sich in Kli­ni­ken kaum ein Be­wusst­sein da­für schaf­fen, dass die Ein­hal­tung von Re­geln un­er­läss­lich ist. Die gründ­li­che Hän­de­des­in­fek­ti­on et­wa. Sie ist ein Muss für Pflegende zwi­schen Pa­ti­en­ten­kon­tak­ten – ge- nau­so wie für Be­su­cher. Dar­über wa­chen Hy­gie­ne­ver­ant­wort­li­che. Sie über­prü­fen Ab­läu­fe, sen­si­bi­li­sie­ren, schu­len Mit­ar­bei­ter.Ver­fügt ei­ne Kli­nik nicht über sol­che Fach­leu­te, wird es noch schwie­ri­ger, Stan­dards ein­zu­hal­ten.

Frag­wür­dig ist hin­ge­gen die Vor­ge­hens­wei­se des Re­cher­che­teams „Cor­rec­tiv“. Vor al­lem, weil Zah­len von 2014 nicht ge­eig­net sind, ein rea­lis­ti­sches Bild der Si­tua­ti­on heu­te zu zeich­nen. Po­li­tik und Kli­ni­ken ha­ben die Bri­sanz des The­mas er­kannt. Seit 2014 gibt es vie­le Fort­schrit­te, auch weil in­zwi­schen mehr Hy­gie­ne­per­so­nal auf dem Ar­beits­markt ist. Ei­ni­ges hat sich zum Gu­ten ge­rän­dert – auch an den SLK-Kli­ni­ken, wo mit Ma­ria Mar­tin ei­ne aus­ge­wie­se­ne Ex­per­tin die Lei­tung des Hy­gie­ne­in­sti­tuts über­nom­men hat.

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