Pin­tur­ault liegt weit zu­rück und tri­um­phiert doch

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - SPORT -

Al­exis Pin­tur­ault hat die ers­te Welt­cup-Ku­gel des WM-Win­ters ge­won­nen. Im vom Wet­ter im schwei­ze­ri­schen Wen­gen mas­siv be­ein­fluss­ten zwei­ten von le­dig­lich zwei Kom­bi­na­ti­ons-Welt­cups in die­ser Sai­son be­leg­te der Fran­zo­se zwar nur Rang 20, ver­tei­dig­te da­mit aber knapp sei­ne Füh­rung in der Dis­zi­plin­wer­tung und wie­der­hol­te den Ge­samt­sieg aus der ver­gan­ge­nen Sai­son.

Der über­ra­schen­de Ta­ges­sie­ger Niels Hin­ter­mann aus der Schweiz rück­te in der Ge­samt­wer­tung bis auf elf Punk­te an Pin­tur­ault her­an und wur­de schließ­lich Ge­s­amt-Zwei­ter. Drit­ter in der Spe­zi­al­welt­cup-End­ab­rech­nung ist der Nor­we­ger Aleksan­der Aa­modt Kil­de.

Hin­ter­mann ka­ta­pul­tier­te sich vor hei­mi­schem Pu­bli­kum in Wen­gen von Rang 23 nach dem Sla­lom in der Ab­fahrt noch zu sei­nem ers­ten Welt­cup-Sieg im zwölf­ten Ren­nen. Zwei­ter wur­de eben­so über­ra­schend Ma­xence Muz­a­t­on aus Frank­reich (+0,26 Se­kun­den) vor Fre­de­ric Bert­hold aus Ös­ter­reich (+0,35). Al­le pro­fi­tier­ten vom stär­ker wer­den­den Schnee­fall.

Bert­hold ist der Sohn des deut­schen Chef­trai­ners Ma­thi­as Bert­hold. Des­sen Fah­rer er­wisch­ten kei­nen gu­ten Tag. Tho­mas Dre­ßen und Jo­sef Ferstl schie­den im we­gen des star­ken Schnee­falls vor­ge­zo­ge­nen Sla­lom aus. Andre­as San­der mach­te im Sla­lom ei­nen Feh­ler und nutz­te die Schuss­fahrt le­dig­lich als Trai­nings­fahrt vor der für Sams­tag an­ge­setz­ten Spe­zi­al­ab­fahrt. Er be­leg­te Rang 40.

Auf dem Weg in die Um­klei­de­ka­bi­ne stellt sich der Sta­di­on­re­por­ter Si­mon Sch­empp in den Weg. Wäh­rend sich die­ser ar­tig für die eu­pho­ri­schen An­feue­run­gen be­dankt, ste­hen ihm die Haa­re zu Ber­ge – der­art kräf­tig bläst der Wind. Die 12 000 Fans, die am Frei­tag zum Sprint in die Chiem­gau-Are­na ge­kom­men sind, hul­di­gen dem Deut­schen. Sie fei­ern ihn für Platz fünf – und ei­ne Se­kun­de Rück­stand auf Arnd Peif­fer.

Un­ty­pisch „So viel Wind am Stand ist für Ruh­pol­ding un­ty­pisch“, sagt Sch­empp, „da mit ei­nem Feh­ler durch­zu­kom­men und in die Top Fünf zu lau­fen, ist or­dent­lich.“Die Aus­gangs­la­ge für die Ver­fol­gung am Sonn­tag (11.30 Uhr/li­ve ARD) ist gut. We­ni­ger auf Sie­ger Mar­tin Four­ca­de, der um 52,8 Se­kun­den ent­eilt. Auf Emil Heg­le Svend­sen (3.) sind es nur 13,1 Se­kun­den. Im Hier und Jetzt aber weiß Si­mon Sch­empp, dass ihm nicht viel

Fo­to: dpa

An­ge­trie­ben von 12000 Fans in der Chiem­gau Are­na schafft sich Si­mon Sch­empp als Fünf­ter im Sprint ei­ne gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on für die Ver­fol­gung am Sonn­tag. Nur Zeit zum Re­ge­ne­rie­ren bleibt kaum.

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