Fren­zel klar vor­ne: Deut­sche Sie­ges­se­rie geht wei­ter

Zehn­ter Sai­son­er­folg der Kom­bi­nie­rer von Bun­des­trai­ner Her­mann Wein­buch im zehn­ten Welt­cup-Wett­be­werb

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - SPORT -

Pre­mie­re für Er­folgs­ga­rant Eric Fren­zel: Zum ers­ten Mal in sei­ner Kar­rie­re hat der Olym­pia­sie­ger und Welt­meis­ter in der Nor­di­schen Kom­bi­na­ti­on ei­nen Welt­cup im ita­lie­ni­schen Val di Fiem­me ge­won­nen. Es war be­reits der 36. Ein­zel­sieg für den Ober­wie­sentha­ler, der da­mit auch sei­ne Füh­rung im Ge­samt­klas­se­ment auf sei­nen deut­schen Team­kol­le­gen Jo­han­nes Rydzek auf 64 Punk­te aus­bau­te. Der Oberst­dor­fer kam am Frei­tag nach Platz 25 nach dem Sprin­gen hin­ter Fren­zel auf Rang zwei.

Gu­te Lauf­form Den fünf­ten Sai­son­sieg Fren­zels hät­ten wohl nur das Wet­ter oder ein kom­plet­ter Fehl­griff der Tech­ni­ker in die Wachs­kis­te ver- hin­dern kön­nen. Zwar hat­te der vier­ma­li­ge Ge­samt­welt­cup-Ge­win­ner nach dem Sprin­gen als Zwei­ter hin­ter dem Ös­ter­rei­cher Ma­rio Seidl 26 Se­kun­den Rück­stand, doch auf der schwe­ren Stre­cke am La­go di Te­se­ro und der oh­ne­hin noch aus­bau­fä­hi­gen Lauf­leis­tung des Ös­ter­rei­chers war Fren­zel kla­rer Fa­vo­rit. „Mei­ne Lauf­form passt, in­so­fern muss ich mir ei­ne ent­spre­chen­de Tak­tik aus­den­ken“, hat­te der Sach­se nach dem Sprin­gen an­ge­deu­tet, dass er den Sieg klar im Blick hat.

Nach ei­nem Drit­tel der Zehn-Ki­lo­me­ter-Stre­cke war Eric Fren­zel be­reits an Seidl vor­bei. „Es kam drauf an, mei­nen Rhyth­mus zu fin­den und zu hal­ten und auch die star­ke Grup­pe mit Jo­han­nes, Björn Kirchei­sen und den Nor­we­gern auf ei­nem an­ge­neh­men Ab­stand zu hal- ten“, be­rich­te­te Fren­zel. Das ge­lang ihm her­vor­ra­gend. Als zu Be­ginn der letz­ten 2,5-Ki­lo­me­ter-Run­de sein Vor­sprung im­mer noch 50 Se­kun­den be­trug, nahm er das Tem­po her­aus. „End­lich ein­mal konn­te ich zum Schluss ein­mal vie­le Kräf­te spa­ren“, mein­te der Do­mi­na­tor.

Be­geis­tert Bun­des­trai­ner Her­mann Wein­buch war nach dem zehn­ten deut­schen Sieg im zehn­ten Wett­be­werb be­geis­tert. Trotz des mä­ßi­gen Sprun­g­er­geb­nis­ses gab es er­neut drei Top-Ten-Plät­ze für sein Team. „Auf der Schan­ze war es schwie­rig, weil die Be­din­gun­gen völ­lig un­ter­schied­lich wa­ren. Es war lo­gisch, dass wir nicht im­mer kom­plett vorn sein kön­nen“, sag­te der Coach, der be­son­ders Jo­han­nes Rydzek und Fa­bi­an Rieß­le lob­te. „Was sie im Lauf noch wett­ge­macht ha­ben, war groß­ar­tig.“Rieß­le war nach ei­nem tech­ni­schen Feh­ler im Sprin­gen nur als 41. ins Ren­nen ge­gan­gen, be­en­de­te die­ses aber auf Platz 14. Beim Team-Sprint an die­sem Sams­tag will Trai­ner Wein­buch nun sei­ne Top-Leu­te scho­nen. „Wir ha­ben bis zur WM noch sehr vie­le Wett­kämp­fe, da muss man mit den Kräf­ten haus­hal­ten. Ich ge­be am Sams­tag der zwei­ten Gar­ni­tur ei­ne Chan­ce, sich in Sze­ne zu set­zen“, sag­te der Bun­des­trai­ner.

Fo­to: dpa

Eric Fren­zel durf­te sich in Val di Fiem­me über Platz eins freu­en.

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