Rest­wert ori­en­tiert sich an re­gio­na­lem Markt

Heilbronner Stimme Stadtausgabe - Heilbronner Stimme Ausgabe Schozach und Bottwartal - - SERVICE -

Nach ei­nem Un­fall lässt sich ein To­tal­scha­den auch fik­tiv mit der Ver­si­che­rung ab­rech­nen. Dar­auf weist der Deut­sche An­walt­ver­ein (DAV) hin. Ein To­tal­scha­den lie­ge dem­nach eben­falls vor, wenn die Kos­ten für die Re­pa­ra­tur den Wert des ei­gent­lich noch ver­kehr­stüch­ti­gen Au­tos stark über­stei­gen, aber der es Be­sit­zer den­noch wei­ter nut­zen will.

Vom ei­gent­li­chen Wie­der­be­schaf­fungs­wert zieht die Ver­si­che­rung in die­sem Fall den Rest­wert des Au­tos ab. Je hö­her der aus­fällt, des­to güns­ti­ger ist es für sie. Doch die­se Be­mes­sung muss sich am re­gio­na­len Au­to­markt ori­en­tie­ren und nicht et­wa an ei­ner Au­to­bör­se im In­ter­net.

Das er­gibt sich aus ei­ner Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts München (Az.: 10 U 1073/16), über die die Ar­beits­ge­mein­schaft Ver­kehrs­recht des DAV be­rich­tet. Im kon­kre­ten Fall mach­te die geg­ne­ri­sche Ver­si­che­rung nach ei­nem Au­to­un­fall ein 1000 Eu­ro hö­he­res Rest­wert­an­ge­bot, als es der vom Ge­schä­dig­ten be­auf­trag­te Gut­ach­ter be­rech­net hat­te. Die­se Of­fer­te muss­te der Au­to­fah­rer je­doch nicht an­neh­men, be­schied das Ge­richt. Denn es kom­me auf den Rest­wert an, der je­weils auf dem re­gio­na­len Markt für das be­tref­fen­de Fahr­zeug zu er­rei­chen sei.

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